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Salvatorkirche

Duisburg - Salvatorkirche




Überblick

Duisburg - Salvatorkirche

...älteste Kirche in Duisburg...



Die Salvatorkirche ist die historisch und architektonisch bedeutsamste Kirche in Duisburg. Ihre Geschichte führt bis ins 9. Jahrhundert zurück. Bei Ausgrabungen fand man 1956 Pfostenlöcher, die auf einen einschiffigen Holzbau schließen lassen. Dieser Kirche folgte im 10. Jahrhundert eine dreischiffige romanische Basilika, die 1283 durch einen Brand stark beschädigt wurde. Ein neuer Bau mit einem 112 Meter hohen Turm wurde 1415 vollendet. Ein zweiter Brand vernichtete 1467 den Turm, der 1513 wiederhergestellt wurde. Von 1898 bis 1904 wurde die Kirche umfassend renoviert mit dem Ziel, einen gotischen Stil zu rekonstruieren. Der Zweite Weltkrieg zerstörte Dächer und Gewölbe. 1960 war die Restaurierung abgeschlossen. Auf den Nachbau der Turmspitze wurde jedoch verzichtet.

Geschichte

Duisburg - Salvatorkirche

Vordergrund: Burgplatz


Die Salvatorkirche ist eine der ältesten Kirchen in Duisburg. Die erste Kirche an diesem Platz geht zurück auf eine Holzkapelle des Königshofes zu Duisburg, die bis ins 9. Jahrhundert im Besitz des Klosters St. Salvator in Herrieden an der Altmühl war, aber bald in den Besitz der Abtei Prüm gelang. Im 11. Jahrhundert wurde die Kapelle durch eine Pfalzkirche ersetzt, aber schon hundert Jahre später musste auch diese Kirche durch einen Neubau ersetzt werden. Es entstand eine dreischiffige romanische Basilika mit einem Westturm. Grundmauern dieses romanischen Baus der Stauferzeit konnten ergraben werden. Im 13. Jahrhundert ließ sich in Duisburg der Deutsche Orden nieder.


Deutscher Orden

Tannhäuser als Deutschordensritter

Miiniatur aus dem Codex Manesse - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Der Deutsche Orden ist ein geistlicher Ritterorden und war maßgeblich an der Deutschen Ostkolonisation beteiligt (Marienburg - Ostpreußen - einst Sitz der Hochmeister des Deutschen Ordens). Seit 1929 ist er ein klerikaler Orden. Er ist neben dem Johanniter- bzw. Malteserorden und den Templern der dritte große Ritterorden, der während der mittelalterlichen Kreuzzüge gegründet wurde. Er hatte viele Namen - bekannt sind auch: Ordo Teutonicus, Ordo domus Sanctae Mariae Theutonicorum Ierosolimitanorum, Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem, Deutschherrenorden, Kreuzritterorden, Deutschritterorden oder Deutscher Ritterorden.


Duisburg - Salvatorkirche

Impressionen


Der Orden erwarb von der Abtei Prüm in der Eifel die Duisburger Pfalzgebäude mitsamt der Basilika und richtete dort eine Niederlassung ein. Im Jahre 1283 kam es zu einem verheerenden Brand, bei dem die Duisburger Königspfalz und die Kirche zerstört wurden. 1290 verpfändet König Rudolf von Habsburg die Stadt Duisburg gegen 2000 Silbermark an den Grafen von Kleve. Sie wurde an Stelle einer älteren Pfalzkirche seit dem 14. Jahrhundert errichtet. Zusammen mit dem Willibrordi-Dom in Wesel stellt das Gotteshaus eines der bedeutendsten spätgotischen Kirchenbauwerke am rechten Niederrhein dar. Die Grundsteinlegung der jetzigen Kirche erfolgte vermutlich im Jahr 1316.


Duisburg - Salvatorkirche

Hauptportal


Bauherren waren die Deutschen Ordensritter, was aus Stadtrechnungen und aus den Notizen späterer Chronisten hervorgeht. Der Orden hatte seit 1254 die Patronatsrechte über die Kirche. Wahrscheinlich wurde mit dem Neubau des Turmes begonnen, der vor allem von den städtischen Bürgern finanziert wurde. Er diente nach seiner Fertigstellung auch als Wachturm für die Stadt. Nach Anlage des Chors und der Nebenchore nehmen erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts das Langhaus und die Seitenschiffe Gestalt an. Der Abschluss des Kirchenbaus wird in das Jahr 1415 datiert. Der erste gotische Turmbau war 1367 vollendet.


Duisburg - Salvatorkirche

Impressionen


Der Düsseldorfer Architekt Rudolf Wiegmann renovierte die Salvatorkirche in den Jahren 1847 – 1852 in spätgotischem Stil. Bei der großen Restaurierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt die Kirche einen achteckigen neugotischen Turmhelm, der auf den quadratischen Turm gesetzt wurde, so dass die Kirche eine Höhe von 90 Metern annahm. In der unmittelbaren Nähe der Kirche befand sich die Liebfrauenkirche, deren Türme zusammen mit den Türmen der Salvatorkirche und dem Rathausturm die typische Silhouette der Stadt Duisburg bildeten.


Grablege

Duisburg - Salvatorkirche

Blick auf den Turm


Der neugotische Turmhelm der Salvatorkirche fiel kurz vor Ende des 2. Weltkrieges den Bomben zum Opfer und stürzte auf das Langhaus. Die Liebfrauenkirche wurde dem Erdboden gleich gemacht und durch einen Neubau in Innenstadtlage ersetzt. Die Salvatorkirche wurde in 15-jähriger Bauzeit wiederaufgebaut, und seit dem Jahre 1960 kann die alte Kirche wieder benutzt werden. Bis heute fehlt der Kirche der Turmhelm. Die heute evangelische Kirche wurde Christus, dem "Salvator mundi" ("Erlöser der Welt") geweiht, dem Schutzpatron der Stadt Duisburg. In der Kirche liegen der berühmte Kartograph Gerhard Mercator und der Gründungsrektor der Alten Universität Duisburg, Johannes Clauberg begraben.

Weitere Informationen zur Salvatorkirche in Duisburg finden Sie hier....!


Informationen:

Duisburg - Salvatorkirche

Vorderansicht


Öffnungszeiten:

Dienstag - Samstag 9.00 - 17.00 Uhr
Sonntag 9.00 - 13.00 Uhr

Führungen:
An jedem ersten Sonntag im Monat um 15.00 Uhr und nach Absprache unter
Telefon 0203-20824

Gottesdienste:

Sonntag 10 Uhr
Bitte Schaukasten beachten.

Informationen zu Konzerten, Ausstellungen und allen weiteren Projekten unter www.salvatorkirche.de

Informationen zur Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg unter www.ekadu.de


Quellenhinweis:


Die Geschichte der Salvatorkirche in Duisburg basiert auf dem Artikel Salvatorkirche (Duisburg) (Stand vom 20.06.2007) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht mit der Abbildung zum Deutschen Orden unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos Salvatorkirche Duisburg




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