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Bruckhausen

Duisburg - Bruckhausen

Stadtteilbüro Bruckhausen (mittlerweile umgezogen zur Bayreuther Straße)




Überblick

Duisburg - Bruckhausen

Heinrichplatz



Bruckhausen, Alsum und Schwelgern waren früher Ortsteile von Hamborn und gehören/gehörten zur Stadt Duisburg. Bis zum Zusammenschluss mit dem Stadtkreis Duisburg im Jahr 1929 zu Duisburg-Hamborn war Hamborn ein selbständiger Stadtkreis und zählte damals zu den 40 größten Städten Deutschlands. Alsum und Schwelgern zählen heute zu den versunkenen Orten oder Stadtteilen Duisburgs und Bruckhausen schickt sich an, ihnen zu folgen. Zumindest verwaltungstechnisch ist noch die Rede von Alsum und Schwelgern, die heute zu Marxloh (alter Name einer Bauernschaft - wie Bruckhausen) gehören und damit zum Stadtbezirk Hamborn. Bruckhausen gehört zum Stadtbezirk Meiderich/Beeck und besitzt etwa 5.500 Einwohner.

Lage

Duisburg - Bruckhausen

Bayreuther Straße


Bruckhausen befindet sich im Nordwesten der Stadt Duisburg, wobei die natürliche Grenze im Westen durch die Alsumer Straße gebildet wird, im Süden durch den Verlauf der Werksbahn von ThyssenKrupp, den Ostackerweg, der Heinrich-Baaken-Str., der Papiermühlenstraße und dem Möhlenkamp, im Osten durch den Vorbahnhof Bruckhausen (Eisenbahn und Häfen GmbH - ThyssenKrupp) und im Norden durch die Dieselstraße, Franz-Lenze-Straße und Matenastraße.


"Ganz unten"

Duisburg - Bruckhausen

Werkstor 2 - ThyssenKrupp in Bruckhausen


Bruckhausen erlebte seinen Aufschwung um 1896 mit dem Ausbau des Thyssen-Kokerei-Geländes (gemeint ist die Kokerei Bruckhausen, die nach dem endgültigen, modernen Ausbau der Kokerei Schwelgern am 16. April 2003 stillgelegt wurde). Ab 1960 zogen vermehrt Gastarbeiter in den Stadtteil. Durch den späteren Nachzug der Familien der Arbeitnehmer, die vorwiegend aus der Türkei stammten, entstand hier in Bruckhausen eine große türkische Gemeinde. Zeitweilig besaß der Stadtteil einen Ausländeranteil von über 50 Prozent. Die in direkter Nähe befindlichen Industrieanlagen begrenzen die Wohnviertel und zeichnen kein günstiges Bild für das Leben in diesem Stadtteil. Der Stadtteil Bruckhausen erlangte Bekanntheit, als der Autor Günter Wallraff sein Buch "Ganz unten" schrieb und zeitweilig sogar in diesem Stadtteil lebte.


...geplanter Grüngürtel...

Duisburg - Bruckhausen

Abriss im Bereich der Kaiser-Wilhelm-Straße


Zur weiteren Bekanntheit des Viertels trugen die Filme um den Tatort-Kommissar Horst Schimanski (Darsteller Götz George) bei, der immer wieder in Bruckhausen drehte. Gezeigt wurde hauptsächlich die „schmuddelige Seite von Duisburg", was später dann auf das Ruhrgebiet insgesamt übertragen wurde. Heute ist man dabei, dieses Image abzulegen, aber ich befürchte, so ganz wird das nicht gelingen. Ein großer Teil des Viertels in Randlage nahe der Industrie wird abgerissen, um Platz für einen geplanten Grüngürtel zu machen. Im Bereich der Dieselstraße, Ottokarstraße und Heinrichstraße wurden in den letzten Jahren mit öffentlichen Mitteln viele Häuser saniert und die Fassaden renoviert. Bis 2015 stehen privaten Eigentümern bis zu 70 % Förderung aus öffentlichen Mittel zur Sanierung ihrer Gebäude zur Verfügung.


Abriss von Hochofen 4

Duisburg - Bruckhausen

(Ehemalige) Ansicht von Hochofen 4 - ThyssenKrupp im Bereich der Dieselstraße


Auch in die öffentliche Infrastruktur wurde investiert. Beispiele sind der Kulturbunker (ein umgebauter Hochbunker) oder die Sanierung des Wilhelmplatzes. Die Gebäude an der Kaiser-Wilhelm-Straße, dem "Kringelkamp" und in Teilen der direkt angrenzenden Straßen sollen dagegen aufgrund des hohen Leerstandes und der schlechten Gebäudezustände in den nächsten Jahren abgebrochen werden bzw. sind schon entfernt worden. Anfang 2013 wurde begonnen, den 1975 angefahrenen und seit 2008 stillstehenden Hochofen 4 von ThyssenKrupp zu demontieren- auch diese Aktion ist abgeschlossen. Dieser prägte als Landmarke über 35 Jahre die Silhouette Bruckhausens. Mittlerweile ist der Hochofen endgültig aus dem Stadtbild verschwunden. Die Bilder, die die Fotografen von der Dieselstraße aus machten, haben inzwischen Seltenheitswert.


Geschichte Bruckhausen

Duisburg - Beeck

Denkmalgeschützter Oberhof - historisches Gebäude


Die Geschichte von Bruckhausen beginnt mit einem Hof gleichen Namens, der seit dem frühen Mittelalter im Gebiet des heutigen Bruckhausen seinen Standort hatte. Der Name Bruckhausen (Haus am Bruch - Emscherbruch) deutet auf den Standort in der Emscherniederung hin. Um 1139 wird dieses Haus erstmals urkundlich erwähnt- wahrscheinlich war der Hof aber bedeutend älter. Um 1727 war dieser Hof der bedeutendste Hof einer Ansammlung von mindestens vier Höfen (u.a. Ortmannshof, Overbruckshof,) und der Besitzer durfte sich "Schulte von Bruckhausen nennen". Die Bauernschaft Bruckhausen gehörte wie Alsum und Schwelgern zum Kirchspiel Beeck- ab 1612 wurde Beeck mit allen zugehörigen Höfen dem Drosten von Dinslaken unterstellt, bis an dessen Gebiet heran sich das das Amt Beeck mittlerweile ausgedehnt hatte. Der letzte Inhaber des Hofes, Wilhelm Bruckhausen, verkaufte sein Anwesen 1889 an den Industriellen August Thyssen, der hier ab 1893 für seine Arbeiter Werkswohnungen errichten ließ.



Geschichte Schwelgern & Bruckhausen

Duisburg - Schwelgern

Schwelgernpark - besitzt teilweise immer noch sumpfige Stellen


In einigen Quellen werden Alsum und Schwelgern als Orte in der Nähe von Duisburg, bzw. Ruhrort (damals selbstständig) bezeichnet. Eine Quelle aus dem 10. Jahrhundert erwähnt Schwelgern als "Sualengeren" und in einer weiteren Quelle aus dem 12. Jahrhundert wird Alsum als "Urlouchem" erstmals urkundlich erwähnt. Diese Namen sind wesentlich älter und sollen keltischen Ursprungs sein [2]. Die älteste schriftliche Erwähnung Hamborns stammt aus dem 10. Jahrhundert. Etwa um 970 wurde das Besitzverzeichnis der Abtei Werden geschrieben, in dem auch ein Stück Land....

Weitere Informationen zur Geschichte von Bruckhausen im Duisburger Stadtbezirk Meiderich/Beeck finden Sie hier....!


Liebfrauenkirche

Duisburg - Bruckhausen

Rückseite der Liebfrauenkirche in Duisburg-Bruckhausen


Die Liebfrauenkirche in Duisburg-Bruckhausen stammt aus dem Jahr 1915 (Einweihung) und ist heute eine katholische Kirche, die seit 2006 auch von der russisch-orthodoxen Gemeinde genutzt wird, worin ihre Besonderheit liegt. Die Gründung der Pfarrei Liebfrauen begann 1897, drei Jahre nach dem Beginn der Errichtung der Werkssiedlung der Firma Thyssen. Ein Kirchbauverein wurde gegründet, um die notwendigen Mittel zu beschaffen, die für den Bau einer Kirche notwendig waren. Zu dieser Zeit war die Anzahl der Katholiken in diesem Stadtteil auf 4000 Seelen angestiegen. Der Hamborner Pfarrer unterstützte das Anliegen und beschaffte die 37.000 Mark, die zum Kauf eines Grundstücks benötigt wurden. Bereits im Jahr 1901 konnte die erste kleine Kirche eingeweiht werden.


Duisburg - Bruckhausen

Blick auf das ehem. Langhaus der Liebfrauenkirche in Duisburg-Bruckhausen


1909 wurde die Gemeinde zur Pfarrei erhoben. Inzwischen war die Gemeinde auf über 9000 angewachsen, in Bruckhausen insgesamt lebten 1911 ungefähr 25.000 Menschen. In diesem Jahr erhielt die Gemeinde eine Spende von August Thyssen in Höhe von 50.0000 Mark und bereits ein Jahr später fasste man den Entschluss, eine große Kirche zu bauen. Mit den Bauplänen beauftragte man den Kölner Architekten Aloys Böll, und erreichte, dass die Gewerkschaft Deutscher Kaiser, eine Zeche, die dem Hüttenwerk Thyssen gehörte, die Bauleitung zur Verfügung stellte und zusätzlich 50.000 Mark spendete, so dass der Grundstock der veranschlagten 280.000 Mark gelegt war. Bereits nach zweijähriger Bauzeit konnte die neue Kirche 1915 eingeweiht werden.


Duisburg - Bruckhausen

Liebfrauenkirche in Duisburg-Bruckhausen


Die neoromanische Basilika mit 2000 Plätzen verfügte über einen wuchtigen Glockenturm mit 4 nüchtern gestalteten Ecktürmen und erinnerte damals an die Schornsteinmotive der umliegenden Industriewerke. Für die Innenausstattung spendete August Thyssen 1916 nochmals 30.000 Mark. Im Zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört, wurde sie zwischen 1945 und 1951 wieder aufgebaut. Schäden an der Kirche ab 1984 und ein starker Rückgang der Mitglieder der Pfarrgemeinde führten dazu, das Kirchengebäude zu verkleinern und das Langhaus abzureißen. Der Kirchenraum wurde jetzt auf Chor und Querhaus reduziert. Der Altar befindet sich im ehemaligen Chor und im Bereich des Glockenturms ist ein Gemeindezentrum. 1991 war der Umbau der Liebfrauenkirche abgeschlossen [3].


Matenatunnel

Duisburg - Bruckhausen

...das Foto zeigt die Matenastraße mit dem östlichen Tunnelportal, als der Tunnel noch geöffnet war...


Viele kennen ihn, manche sind durch ihn hindurchgefahren, einige mit dem Auto oder dem Motorrad, andere wiederum mit der Straßenbahn. Auch als Fußgänger konnte man ihn benutzen- seit er gebaut wurde, verband er direkt zwei Stadtteile miteinander. Die Rede ist vom Matenatunnel, einem ehemaligen Straßentunnel in Duisburg-Bruckhausen. Wichtig wurde diese Verbindung zwischen Bruckhausen und Alsum, weil die Thyssenindustrie (Hüttenwerke, Hochöfen, Zeche Friedrich Thyssen Schacht 2/5) sich immer weiter ausbreitete und die Menschen dieser Stadtteile immer größere Umwege gehen oder fahren mussten....

Weitere Informationen zum Matenatunnel im Duisburger Stadtteil Bruckhausen finden Sie hier....!


Alte Hauptverwaltung Thyssen

Duisburg - Bruckhausen

Alte Hauptverwaltung Thyssen


Gar nicht weit von diesem Standort im Duisburger Stadtteil Bruckhausen befindet sich das in den Jahren 1903/1904 erbaute Gebäude mit dem ehemaligen Zentralbüro Gewerkschaft Deutscher Kaiser. Später wurde daraus die Hauptverwaltung der Firma Thyssen. Schon sehr frühzeitig hatte der Unternehmer August Thyssen begonnen, die Versorgung seiner Hütten- und Stahlwerke mit Kohle und Koks sicherzustellen Dazu begann er, sich umfangreiche Rechte an Kohlefeldern und Bergwerken zu sichern. 1889 übernahm er die Mehrheit an der Bergbaugesellschaft "Gewerkschaft Deutischer Kaiser" (kurz: GDK) und wurde ihr Vorsitzender. In den Jahren 1903 /1904 ließ August Thyssen an der heutigen Franz-Lenze-Straße das Zentralbüro der GDK errichten.


Duisburg - Bruckhausen

Alte Hauptverwaltung Thyssen


Das Gebäude, das später auch unter dem Namen Thyssen Hauptverwaltung bekannt wurde, ist im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet worden. Das ursprünglich reich mit historisierenden Elementen geschmückte Gebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in deutlich schlichterer Form instandgesetzt. Bereits 1909 musste ein Erweiterungstrakt angebaut werden. 1916 folgte ein weiterer Anbau. Heute dient das im Besitz von ThyssenKrupp Stahl befindliche Gebäude unter anderem als Sitz von einigen Zentralbereichen. ThyssenKrupp Steel, ThyssenKrupp Stahl und ThyssenKrupp Stainless haben Ihren Sitz in dem 1963 erbauten Verwaltungshochhaus an der Kaiser-Wilhelm-Straße, das sich direkt gegenüber der ursprünglichen Hauptverwaltung befindet.




NiederRheinroute

Duisburg - Bruckhausen

...ehemaliger Bunker aus dem II. Weltkrieg - heute Kulturbunker...


Die NiederRheinroute ist ein Radwanderweg, der auf einer 630 Kilometer langen Hauptroute die Kreise Kleve und Wesel sowie die Stadt Duisburg für den Radtouristen erschließt. Gemeinsam mit den Nebenrouten ergibt sich ein 1150 Kilometer langes Radwanderwegenetz. Der Radwanderweg führt auch hier vorbei am Duisburger Stadteil Bruckhausen, einer ehemaligen Bauernschaft, deren Wurzeln bis zum frühen Mittelalter zurückliegen. Heute ist der Duisburger Ortsteil bekannt u.a. als Ansiedlung von Werkswohnungen der Fa. Thyssen, die ab 1893 hier errichtet wurden.

Weitere sehenswerte Orte in der Umgebung:

1. Revierpark Mattlerbusch mit Gradierwerk
2. Niederrhein-Therme im Mattlerbusch
3. Schwelgernstadion in Marxloh
4. Rhein-Ruhr-Bad Hamborn in Duisburg-Hamborn
5. Rhein-Ruhr-Halle in Duisburg-Hamborn
6. Rathaus Hamborn in Duisburg-Hamborn
7. Praemonstratenser Abtei in Duisburg-Hamborn
8. Botanischer Garten in Hamborn
9. Stadtpark in Hamborn
10. Jubiläumshain in Duisburg-Fahrn
11. Bruckhausen in Duisburg
12. Matenatunnel in Duisburg-Bruckhausen


Alsumer Berg

Duisburg - Alsumer Berg

Hinweis für Fahrradfahrer: Alsumer Berg 0,5 km


Von der in der Nachbarschaft Alsums liegenden ehemaligen Bauernschaft Bruckhausen ist nichts mehr übrig geblieben, aber auch das alte Fischerdorf Alsum, das im Jahr 1139 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist nach den Schäden durch die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg und durch schwere Schädigungen des Bergbaus in diesem Bereich fast vollständig verschwunden. Der alte Ort Alsum gehört damit zu den versunkenen Stadtteilen von Duisburg, der ehemaligen Montanstadt. Somit sind der Alsumer Berg....

Weitere Informationen zum Alsumer Berg in Duisburg finden Sie hier....!


Schwelgern

Duisburg - Schwelgern

Kiebitzmühle zu Schwelgern


Schwelgern befindet sich im Nordwesten der Stadt Duisburg, wobei die natürliche Grenze im Westen durch den Rhein gebildet wird, im Süden durch die Alsumer Straße und den südlichen Teil des Willy-Brand-Ring, im Osten durch die Vereinsstraße und die Dahlstraße und im Norden durch eine Industriebrache. Die Westseite wird allerdings nicht durch den Rhein allein gebildet sondern hauptsächlich durch den Hafen Schwelgern und das Hochofenwerk Schwelgern der Firma ThyssenKrupp. Die beste Aussicht auf diese Anlagen, um einen Überblick zu bekommen, erhält man bei einem Besuch des Alsumer Berges, einer....

Weitere Informationen zur versunkenen Bauernschaft Schwelgern im heutigen Stadtteil Marxloh der Stadt Duisburg finden Sie hier....!


Landschaftspark Duisburg-Nord

Duisburg - Landschaftspark Nord

Verlauf der Alten Emscher


Ein Highlight im Duisburger Norden ist sicherlich ein Besuch im Landschaftspark Duisburg-Nord. Der Besucher kann auf die oberste Plattform eines Hochofens steigen oder sich an industriegeschichtlichen Führungen beteiligen. In den Hallen finden herausragende Kulturveranstaltungen von internationalen Format statt. Vor allem abends ist der Landschaftspark Treffpunkt zahlreicher Touristen: Dann nämlich verwandelt sich das alte Hüttenwerk durch die Lichtinszenierung des britischen Künstlers Jonathan Park in ein faszinierendes Lichtspektakel....

Weitere Informationen zum Landschaftspark-Nord in Duisburg-Meiderich finden Sie hier....!

Quellenangabe:


1.: Die Informationen zum Ortsteil Bruckhausen in Duisburg basieren auf dem Artikel Bruckhausen (Stand vom 25.03.2012) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

2.: Hamborner Chronik - www.hamborn.net/hambornchronik3.html

3.: Informationen zur Liebfrauenkirche - Route der Industriekultur


Fotos aus Bruckhausen




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