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Stadtteil Hüttenheim

Duisburg - Hüttenheim

Denkmalgeschützte Arbeitersiedlung Hüttenheim




Überblick

Duisburg - Hüttenheim

Siedlung Hüttenheim



Hüttenheim ist ein Stadtteil von Duisburg und befindet sich im Südwesten der Stadt. Der Stadtteil ist stark industriell geprägt, was oft schon aus der Ferne an den Rauchschwaden über dem Stahlwerk HKM erkennbar ist. Hüttenheim verfügt über relativ wenig Einwohner (3504 - Stand 31. Dezember 2010) und gehört zum Stadtbezirk Duisburg-Süd. Etwa 25 % der Einwohner haben einen Migrationshintergrund. Seit dem 1. August 1929 gehört Hüttenheim zusammen mit den anderen eingemeindeten Orten im Norden des Amtes Angermund zur Stadt Duisburg.



Stahlwerk HKM

Duisburg - Hüttenheim

Stahlwerk Krupp Mannesmann


Der Stadtteil Hüttenheim liegt im Rheinbogen und wird nördlich von den Stadtteilen Wanheim und Angerhausen eingegrenzt, östlich von Huckingen, südlich von Ungelsheim und Mündelheim und westlich vom Rhein begrenzt. Der Name des Stadtteils Hüttenheim geht wahrscheinlich auf die hier schon Anfang des 20. Jahrhunderts angesiedelte Hütte zurück, in deren näherer Umgebung viele Arbeiter ihre Heimatsiedlung hatten. Ein großer Teil dieser Belegschaft stammte aus Essen-Huttrop, wo sich die Essener Blechwalzfabrik Schulz & Knaudt bis zur Verlagerung nach Hüttenheim befand. 1908 beschloss die in Essen ansäßige Firma Schulz und Knaudt, südlich von Angerhausen in dem Bereich um Haus Angerort ein Stahlwerk zu bauen.



Duisburg - Hüttenheim

...ehamalige Beamtensiedlung der Fa. Schulz-Knaudt...


Zu diesem Zweck kaufte die Firma ein 136 Hektar großes, zur Gemeinde Huckingen gehörendes Gelände vom Grafen Spee auf Schloss Heltorf und begann mit dem Bau der Anlage. Am 1. Oktober 1909 nahm das neue Stahlwerk seinen Betrieb auf. Auch heute noch befinden sich im Bereich von Hüttenheim im Rheinbogen große industrielle Ansiedlungen- u.a. Logistikunternehmen und die Firma ThyssenKrupp Steel und das Stahlwerk HKM (Hüttenwerke Krupp Mannesmann). Im südlichen Bereich von Hüttenheim, angrenzend an Ungelsheim, hat die Umgebung landwirtschaftlichen Charakter.


Schulz-Knaudt-Siedlung

Duisburg - Hüttenheim

Gebäude aus der Gründerzeit der Fa. Schulz-Knaudt auf dem Firmengelände der heutigen HKM


Im Jahr 1911 wurde die ehemalige Beamtensiedlung (Beamtenkolonie Hüttenheim) in der nach dem Bauherrn benannten Schulz-Knaudt-Straße im heutigen Hüttenheim errrichtet. Damals gehörte das Gebiet zu Huckingen und war Teil des Amtes Angermund. Paralell zur Errichtung der Beamtensiedlung wurde von 1910 bis 1912 ein Siemens-Martin-Stahlwerk, ein Grobblechwalzwerk und ein Rohr- und Bodenwerk (Kesselböden) gebaut. Bis Ende 1911 waren die Wohnungen in der Schulz-Knaudt-Straße fertiggestellt. Die Siedlung wurde unweit vom Werk errichtet, was damals nicht ungewöhnlich war, denn andere Unternehmen wie z.B. die Fa. Krupp und die Fa. Thyssen bauten ihre Siedlungen auch in der Nähe ihrer Produktionsstätten. Heute ist die ehemalige Beamtensiedlung eine gefragte Wohngegend, denn das Gebiet um die Siedlung wurde durch die Errichtung der Heinrich-Hildebrand-Höhe und die Fertigstellung des Angerparks aufgewertet.


Duisburg - Hüttenheim

Schulz-Knaudt-Siedlung


Die Gründerzeithäuser sind auch heute noch in einem guten Zustand, werden sie doch von ihren Eigentümern liebevoll gepflegt, was man bei einem Spaziergang durch die Schulz-Knaudt-Straße, die von hohen Bäumen eingerahmt wird, feststellen kann. Die Siedlung Schulz-Knaudt-Straße steht mit ihren 95 Gebäuden und 250 Wohneinheiten seit 1999 unter Denkmalschutz. Im Gegesatz zur "Arbeiterkolonie" Hüttenheim 1, wohnte hier höhergestelltes Personal bis zum Direktor. Der Architekt Hans Werner Eggeling, der auch die Arbeitersiedlung geplant hatte, entwarf die Wohnhäuser rund um die Schulz-Knaudt-Straße im Stil einer englischen Gartenstadt. Die Siedlung wurde seinerzeit in drei Bauabschnitten errichtet. Von den beiden hier errichteten Direktorenhäusern ist nur noch ein Gebäude übrig geblieben.

Siedlung Hüttenheim

Duisburg - Hüttenheim

HKM-Stahlwerk


Direkt gegenüber dem Blechwalzwerk ließ die Firma Schulz-Knaudt, die ihren Stammsitz in Essen innehatte und nach Huckingen wechseln musste, 1911/12 eine Siedlung für ihre aus dem Essener Stammsitz nach Huckingen übergesiedelten Arbeiterfamilien bauen. Mit der Übernahme durch die Mannesmannröhren-Werke ging auch die Siedlung in deren Eigentum über. Die vom Architekten H.W. Eggeling entworfene Siedlung entsprach dem damalig hohen Stand der Stadtbaukunst und verband die einsetzende Wohnbauverdichtung (geschlossene Häuserzeilen, Geschosswohnungsbau) mit den Grundideen der Gartenstadtbewegung.




Turmgebäude

Duisburg - Hüttenheim

Siedlung Hüttenheim


Sie erzielte damit einen für die Bauzeit hohen Wohnkomfort, was auch an dem ganzheitlichen Siedlungsgrundriss mit seinen Platzgestaltungen und -folgen deutlich wird. Trotz der Blockrandbebauung wird das Straßenbild durch Verschwenkungen und den Bau von Vorsprüngen sowie die Blicke in die begrünten Innenhöfe lebendig. Die neunundneunzig Gebäude bestehen aus 2-geschossigen Mehrfamilien- und Einfamilien-Reihenhäusern und zeigen eine abwechslungsreiche Dachlandschaft. Ein besonderes städtebauliches Element ist das schöne Turmgebäude (Abbildung nebenstehend), das einst die Feuerwache beherbergte.

Bürgerinitiative Hüttenheim

Duisburg - Hüttenheim

Blick in einen schön begrünten Innenhof der Arbeitersiedlung


Außerdem ertönte hier ein Glockenzeichen bei Schichtwechsel und eine Uhr oberhalb des Turmgebäudes zeigte die Zeit an. In den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts verließen Jüngere und Mobilere Bewohner Hüttenheim, weil der Wohnstandard als zu niedrig empfunden wurde. Die Siedlung war bis in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts durch Abriss gefährdet. Die Bürgerinitiative Hüttenheim setzte sich erfolgreich für den Erhalt der Arbeiterwohnungen ein: 1986 wurde die Siedlung unter Denkmalschutz gestellt und seither schrittweise vorbildlich renoviert.


Stadtteil Ungelsheim

Duisburg - Ungelsheim

Ev. Auferstehungsgemeinde Duisburg-Süd


Das weitere Wachstum des Stahlwerks HKM (Hüttenwerke Krupp Mannesmann) nach dem Zweiten Weltkrieg und der damit einhergehende Bedarf nach weiteren Arbeiterunterkünften führte ab 1952 zur Anlage eines weiteren neuen Stadtteils in direkter Hüttenheimer Nachbarschaft: Ungelsheim. Dieser Stadtteil ist der südlichste der Stadt Duisburg und hat etwa 3000 Einwohner. Er ist umgeben von den Stadtteilen Huckingen, Hüttenheim und Mündelheim. Im Süden grenzt Ungelsheim an das Düsseldorfer Stadtgebiet. Ungelsheim liegt damit inmitten der Erholunggebiete Mündelheimer Rheinbogen, Heidberg, Rahmer See und Schlosspark Heltorf in Düsseldorf-Angermund. Mitten in Ungelsheim befindet sich der Karl-Harzig Park.


Duisburg - Ungelsheim

Katholische Kirche St. Stephanus


Der Name des Stadtteils soll auf eine alte Flurbezeichnung zurückzuführen sein, die in einer Urkunde aus dem 12. Jahrhundert verzeichnet war. Der Stadtteil ist der jüngste Stadtteil Duisburgs (1959). Die Geschichte des Stadtteils beginnt mit der Ankündigung der Mannesmann-Werke (Hüttenwerke Krupp Mannesmann) in Huckingen 1.500 Wohnungen für ihre Mitarbeiter zu errichten. Drei christliche Gemeinden befinden sich in diesem Stadtteil: die katholische St. Stephanus-Gemeinde, die evangelische Auferstehungsgemeinde und die neuapostolische Gemeinde.



Fahrradtour Duisburger Süden

Duisburg - Ehingen

Rheinauen bei Ehingen


Hier präsentiere ich Ihnen einen Tourenvorschlag, den ich selbst schon einmal am Tag des offenen Denkmals in einer Gruppe so durchgeführt habe. Auf dieser Tour lernen Sie den Duisburger Süden kennen. Sie beginnt in Alt-Huckingen auf der Raiffeisenstraße an der Kirche St. Peter und Paul, führt an alten Höfen, dem Halmeskreuz und der Rochuskapelle vorbei. Sie verläuft über grüne Wegeverbindungen durch die denkmalgeschützte Siedlung in Hüttenheim mit dem Uhrenturm als Wahrzeichen....

Weitere Informationen zur Fahrradtour durch den Duisburger Süden finden Sie hier....!



Fotos Duisburg-Hüttenheim




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