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Zeche Amalie

Essen-Altendorf

Fördergerüst der Zeche Amalie

Überblick

Essen-Altendorf

Verwaltungsgebäude der ehemaligen Zeche Amalie



An der Helenenstraße/Pferdebahnstraße im Stadtteil Essen-Altendorf liegen die Überreste einer der größten Zechen der Stadt Essen. Die heute noch vorhandenen Tagesanlagen der Zeche Vereinigte Helene-Amalie stammen aus den 1930er Jahren. Nach Stilllegung der Schachtanlage im Jahr 1968 wurden die Aufbereitungsanlagen abgerissen, während die übrigen Bauten weitgehend erhalten blieben. Auch zwei Fördergerüste stehen noch, eines davon ein zweigeschossiges Deutsches Strebengerüst in Vollwandbauweise über Schacht Amalie (1936).


Geschichte

Essen-Altendorf

Fördergerüst der ehemaligen Zeche Amalie


Die Zeche Amalie war ein Steinkohlen-Bergwerk, das als Anschlussanlage der Zeche Vereinigte Sälzer & Neuack angelegt worden ist. Nachdem bereits 1842 durch die Gewerkschaft Vereinigte Sälzer & Neuack im Grubenfeld Amalia ein kleiner seigerer Schacht in Betrieb genommen wurde, wurde weiterhin die Erschließung dieses Anschlussfeldes durch eine eigenständige Förderschachtanlage beschlossen. 1849 wurde die Gewerkschaft Amalie gegründet, an der die Gewerkschaft Ver. Sälzer & Neuack die Kuxenmehrheit hatte.

Schacht Amalie I

Essen-Altendorf

Zeche Amalie


1850 bis 1854 wurde an der Grenze zu Bergeborbeck an der Helenenstraße/Pferdebahnstraße der Schacht Amalie I niedergebracht. Dieser Schacht wurde sofort als Förderschacht ausgebaut, und mit einem Malakowturm ausgestattet. Der hohe Turm, der irrtümlich oft als Förderturm bezeichnet wird, beherbergte einen Wasserbehälter und eine Werkstatt. Die Geschichte der Zeche reicht bis weit in das 19. Jahrhundert zurück. Bereits 1840 war der erste Schacht Amalie geteuft worden, 1850 kam Amalie II (1911 in Marie umbenannt) als Hauptförderschacht dazu.

Übernahme durch die Firma Krupp

Essen-Altendorf

Eisenbahnbrücke an der Pferdebahnstraße


1870 folgte ein weiterer Tiefbauschacht mit dem Namen Helene. Benannt wurde die Zeche nach Helene-Amalie Krupp (1732 - 1810), der Gattin des angesehenen Essener Kaufmanns Friedrich Jodocus Krupp (1706 - 1757). Bereits 1869 wurde die Verkokung auf dem Gelände der Zeche Amalie aufgenommen und sorgte für frühzeitige Verbindungen zur Hüttenindustrie, die 1921 in einen Interessengemeinschaftsvertrag mit der Friedrich Krupp AG mündeten. 1927 erfolgte dann die vollständige Übernahme der Gewerkschaft durch die Firma Krupp.

Essen-Altendorf

Denkmalgeschütztes Eingangsportal des Verwaltungsgebäudes der Zeche Amalie


Während des Zweiten Weltkrieges wurden die beiden Schachtanlagen Amalie (seit 1934 Zentralschachtanlage Sälzer-Amalie) und Helene schwer beschädigt, konnten aber beide bis 1946 die Produktion wieder aufnehmen. 1957 erfolgte der Verbund zwischen Helene und Sälzer-Amalie. 1965 wurde die Schachtanlage Helene stillgelegt, ein Jahr später die Förderung auf Amalie eingestellt. Die Schächte Amalie und Marie werden weiterhin zum Zweck der Grubenwasserhebung durch die Deutsche Steinkohle AG genutzt.



Hauptquartier ThyssenKrupp

Essen - Westviertel

Hauptquartier ThyssenKrupp


Das neue Hauptquartier in Essen von ThyssenKrupp liegt im Zentrum des Krupp-Gürtels. Schon kurz nach der Fertigstellung hat der ThyssenKrupp Konzern einen Großteil der Verwaltungsgebäude bezogen. Die Bürofläche mit mehr als 100.000 Quadratmetern ist schon beeindruckend. Der jetzige Verwaltungsstandort in Düsseldorf wird aufgegeben und nach Essen verlegt. Gleichzeitig haben etwa 2.500 Mitarbeiter und der Vorstand ihre Arbeitsplätze gewechselt. Der Vorstand wird im sogenannten Acre (Bild nebenstehend), einem Tor ähnlichen, 60 Meter hohen Gebäude mit 14 Etagen residieren. Hinzu kommen weitere Büro- und Verwaltungsgebäude, ein Multifunktionsgebäude mit Konferenzzentrum und Mitarbeitergastronomie, eine Akademie sowie ein Hotel mit rund 200 Betten.

Weitere Informationen zum Hauptquartier des ThyssenKrupp Konzerns in Essen finden Sie hier....!



Zechen im Ruhrgebiet und am Niederrhein

Quellennachweis:



Der Text zur Geschichte der Zeche Vereinigte Helene-Amalie basiert in Teilen auf Informationen am Standort der Zeche - herausgegeben von der Route der Industriekultur.






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