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Gleispark Frintrop

Essen-Frintrop - Gleispark Frintrop

...ehemaliger Güterbahnhof...




Überblick

Essen-Frintrop - Gleispark Frintrop

...ehemalige Bahntrasse - heute schöner Fahrradweg...



Der Gleispark Frintrop ist ein ehemaliger Verschiebebahnhof im Nordwesten der Stadt Essen. Das ehemalige Gelände befindet sich in den Stadtteilen Frintrop und Dellwig des Essener Stadtbezirks IV. (Borbeck) und grenzt an das Stadtgebiet Oberhausen. Das alte Bahnareal ist bis auf wenige Gleise abgeräumt und wurde der Natur überlassen. Der Gleispark wird im Westen begrenzt durch die Ripshorster Straße, die über die neue, schön gestaltete gleichnamige Brücke führt, im Süden von der Dellwiger Straße, im Norden nochmals von der Ripshorster Straße und im Osten von der Vondernstraße. Westlich des Gleisparks, auf der alten Lipperheide, befanden sich Teile der Hüttenwerke der GHH und später das Elektrostahlwerk der Firma Thyssen aus Duisburg.

Gelände

Essen-Frintrop - Gleispark Frintrop

Blick auf das ehemalige Gelände des Verschiebebahnhofs


Auf dem Gelände des Gleisparks Frintrop wurden früher die Güterzüge für den Ferntransport von Kohle und Eisen zusammengestellt. Doch nicht nur Kohle und Eisen wurden in den Zügen transportiert sondern manchmal brachten die Waggons bei ihrer Rückkehr auch Pflanzensamen, Sämlinge und kleine Tiere mit. Manche von ihnen fanden auf dem unwirtlichen Bodenareal des ehemaligen Verschiebebahnhofs eine neue Heimat. Gemeinsam mit anderen wärme- und trockenheitsliebenden und lichtbedürftigen Arten konnten sie sich dort ausbreiten. Rund 240 Arten kann man hier mittlerweile finden. Im Emscher Landschaftspark hat sich auf vielen vormals industriell genutzten Flächen eine Industrienatur entwickelt, die mit den dortigen, mitunter sehr schwierigen Lebensbedingungen hervorragend zurechtkommt.


Industrienatur

Essen-Frintrop - Gleispark Frintrop

...typischer Birkenwald...


Zahlreiche dieser Standorte sind heute durch den Emscher Park Radweg miteinander verbunden, so dass man sich bequem per Rad auf eine Reise durch die postindustrielle Kulturlandschaft machen kann. Ein für diese Brachflächen typischer Birkenwald ist entstanden und zahlreich Gewächse gedeihen auf diesen mageren Böden wie z.B. die Goldrute, die Nachtkerze und das Schmalblättrige Weidenröschen. Alles in allem ein Gebiet für den Naturliebhaber und Entdecker, aber auch Spaziergänger und Fahrradfahrer kommen hier auf ihre Kosten.


Emscher Landschaftspark

Essen-Frintrop - Gleispark Frintrop

Kunstobjekt Treppe


Einige Relikte des ehemaligen Bahnhofs befinden sich nach wie vor auf dem alten Gelände und sind teilweise in die Gestaltung der Industriebrache integriert. Auch heute noch wird das Gelände im Norden von den Gleisen einer Güterzugverbindung und im Süden von der DB-Verbindung Duisburg-Herne eingegrenzt. Der Gleispark Frintrop hieß bis 2007 Ruderalpark Frintrop (von lateinisch: ruderis - "Schutt" - so wird die Pflanzenwelt von menschlich tiefgreifend überprägten Standorten genannt). Das Gelände auf dem ehemaligen Güterbahnhof in Essen-Frintrop an der Stadtgrenze zur Neuen Mitte in Oberhausen gehört zum Emscher Landschaftspark und ist eine Station in der Route der Industriekultur.


Geschichte

Essen-Frintrop - Gleispark Frintrop

Güterzugstrecke im Norden des Frintroper Gleisparks


Die Ansiedlung der großen Hütten- und Stahlwerke in dieser Gegend wurde durch den Anschluß der Köln-Mindener Eisenbahn begünstigt. Das ehemalige Gelände ist etwa 25 Hektar groß und wurde von dieser Eisenbahngesellschaft als Rangier- und Sammelbahnhof errichtet. Ab den 1960er Jahren wurde der Bahnhof nicht mehr benötigt und später stillgelegt. Im Jahr 1998 kaufte der Regionalverband Ruhr die Brache von der Deutschen Bahn und demontierte die meisten Schienen und renaturierte das Gelände. Der Boden des Areals ist aufgrund der von Waggons gefallenen Substanzen (Stahl, Kohle, Eisenerz, Kalk) und des Schotters der ehemaligen Bahngleise stark trockengelegt, fast steppenartig und wird von typischen Pionierpflanzen besiedelt.


Pflanzen

Oberhausen - Ripshorster Brücke

Pflanzenwelt an der Ripshorster Brücke


Die vorherrschende Pflanze ist die Birke. Im östlichen Teil des Parks (nahe des Orsteils Dellwig) befindet sich ein Birkenwald mit Ruinen und Skulpturen, weiter westlich eine mit Sträuchern und Büschen bewachsene Wiese. Auf den offenen, durch die Sonne erwärmten Flächen gedeihen Nachtkerze, Johanniskraut, Dürrwurz oder Goldrute. An den Wegrändern wachsen Weißdorn, Schwarzer Holunder und Wildrosen, im Unterholz Brombeeren. Neuanpflanzungen finden im Park nicht statt, vielmehr werden die Flächen freigehalten, Wege und Kunstwerke gesichert.


Essen-Frintrop - Gleispark Frintrop

Kunstobjekt


Viele Insektenarten, Schmetterlinge, Kleintiere und Vogelarten wie Ringeltauben, Amseln, Meisen und Turmfalken haben sich angesiedelt. Vom nahegelegenen Haus Ripshorst aus starten naturkundliche Exkursionen in den Park, regelmäßig werden auch Vollmondwanderungen angeboten. Im Oktober 2010 wurde die durchgehende Fuß- und Radverbindung "Lipper Heide" vom Oberhausener Knappenviertel über die Stahlbrücke der HOAG und weiter über den Gleispark Frintrop zum Haus Ripshorst mit dortiger Anbindung an den Emscher Park Radweg eröffnet. Ebenso führt ein Radweg vom Gleispark nach Essen-Dellwig [1].




Ripshorster Brücke

Oberhausen - Ripshorster Brücke

Ansicht von Westen


Im Westen des alten Bahnhofsgeländes befindet sich die Ripshorster Brücke, eine wichtige Verbindung zwischen Essen und Oberhausen. Ja- eigentlich mehr noch für Oberhausen, da die hier liegenden Siedlungs- und Wohngebiete durch die Industrie und den Bahnverkehr stark zersiedelt sind. Jahrelang hatten sich beide Städte um die Kosten für den Abriss und den Neubau der Brücke gestritten. Deshalb war die Brücke wegen massiver Schäden fast 5 Jahre gesperrt und die Oberhausener mussten große Umwege in Kauf nehmen. Nach einem Gebietstausch zwischen beiden Städten - das Gebiet der Brücke gehört jetzt zu Oberhausen - ist der Weg nun wieder frei und konnte am 29. April 2009 unter großer Beteiligung der Oberhausener Bevölkerung feierlich eingeweiht werden. Technisch ist die Brücke eine Meisterleistung deutscher Ingenieurskunst und optisch zusätzlich ein Blickfang, setzt sie doch in diesem Teil des Emscher Landschaftsparks Akzente.


Schloss Borbeck

Essen-Borbeck

Schloss Borbeck


Um 1360 wurde dann das Schloss Borbeck von der Äbtissin Katharina von der Mark errichtet. Die heutige spätbarocke Form geht auf einen Umbau im Jahre 1744 zurück. Das Schloss dient heute der Kulturarbeit im Stadtteil Essen-Borbeck. Seit 1999 ist das Schloss Borbeck ein neuer Standort der Folkwang Musikschule. Neben Angeboten aus den Bereichen Musik, Tanz und darstellendes Spiel bietet die Galerie im Schloss Borbeck eine Präsentationsmöglichkeit für bildende Künstler aus der Region....

Weitere Informationen zum Schloss Borbeck in Essen-Borbeck finden Sie hier....!


Quellennachweis:


Die Informationen zur Geschichte des Gleispark Frintrop basieren auf dem Artikel Gleispark Frintrop (Stand 27.09.2009) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos Gleispark Frintrop




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