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Schloss Borbeck

Essen-Borbeck

Schloss Borbeck




Wasserschloss

Essen-Borbeck

Schloss Borbeck



Schloss Borbeck
ist ein um 1360 errichtetes Wasserschloss mit einem etwa 42 Hektar großem Park. Die heutige spätbarocke Form geht auf einen Umbau im Jahre 1744 zurück, der noch von der Äbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach durchgeführt wurde. Das Schloss dient heute der Kulturarbeit im Stadtteil Essen-Borbeck. Seit 1999 ist das Schloss Borbeck ein neuer Standort der Folkwang Musikschule. Im Residenzsaal finden regelmäßig Konzertveranstaltungen statt. Aber auch Veranstaltungen aus dem Bereich Jazz und Kleinkunst.

Geschichte

Essen-Borbeck

Schloss Borbeck


Das auf einen fränkischen Oberhof zurückgehende Schloss hat im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen erlebt. Als ländlicher Wirtschaftsbetrieb war es dem Essener Stift abgabenpflichtig. Als ein befestigtes Gebäude, das von einem Wassergraben umgeben war, bot es auch Schutz vor Überfällen. Für die erste urkundliche Erwähnung Borbecks wird das Jahr 869 angenommen. Borbeck erschien in einer Liste mit Abgaben an das Stift Essen. Borbeck gehörte damals zu den abgabepflichtigen Oberhöfen.



Borbecker Mark

Essen-Borbeck

Park von Schloss Borbeck


Um diese Zeit wird auch die Gründung der Dionysiuskirche vermutet, da Dionysius ein typisch fränkischer Heiliger war. Die Dionysiuskirche steht heute in Borbeck-Mitte. Die bisher herrenlosen Wälder, Heiden usw., die sogenannte Mark, wurden mit der Zeit enger in die Bewirtschaftung einbezogen. Das große Waldgebiet zwischen der Altenessener Straße und der Levinstraße wurde Gemeineigentum der Borbecker Bauern, die diese Borbecker Mark genossenschaftlich nutzten. Sie trafen sich auf dem Kirchplatz zum Hölting (= Holzberatung). Auf diesen Versammlungen wurden auch andere gemeinsame Angelegenheiten geregelt. So war schon sehr früh Borbeck-Mitte ein Mittelpunkt des Siedlungsgebietes.



Borbecker Residenz

Essen-Borbeck

Borbecker Residenz


Das Anwesen Borbeck wurde im 14. Jahrhundert von den Herren von Altendorf an die Äbtissin Berta von Arnsberg verkauft. Ihre Nachfolgerin Katharina von der Mark ließ das Schloss erbauen. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts begannen die Fürstäbtissinnen, Borbeck als zweite Residenz auszubauen. Das führte dazu, dass das alte romanische Kirchlein 1339 einen vergleichsweise hohen gotischen Choranbau erhielt, damit die Fürstin mit Gefolge standesgemäß an der Messe teilnehmen konnte. Die Äbtissinnen befanden sich in einem anhaltenden Streit mit der selbstbewußten Stadt Essen. Deshalb zogen sie es mitunter vor, sich in der Borbecker Residenz aufzuhalten. Hier wurden viele regierungsamtliche Urkunden ausgestellt. Zeitweise gab es hier auch eine Münze, die unter anderem einen "Borbecker Groschen" prägte.


Haus Ripshorst

Oberhausen - Haus Ripshorst

Haus des Parks


Im 13. und 14. Jahrhundert bildeten sich die festen Häuser oder Rittersitze Münsterhausen, Berge, Heck, Horl, Ripshorst (...das nebenstende Bild zeigt das heutige Haus Ripshorst) und Bermen heraus. Treue Gefolgsleute der Äbtissinnen wurden damit belehnt. Mit dem Haus Horl war das Marschallamt und das Pferdestrickeramt verbunden. Das Pferdestrickeramt beinhaltete die Aufsicht über die Wildpferdezucht in der Borbecker Mark. Von den Rittersitzen ist fast nichts mehr erhalten. Auf dem Gelände des Hauses Horl wurde 1920 das Krupp Stahlwerk errichtet. Reste des Hauses Berge sind die Kellergewölbe des heutigen Krankenhauses.

Weitere Informationen zum Haus Ripshorst in Oberhausen finden Sie hier....!


Wirtschaftsgebäude

Essen-Borbeck

Ehemaliges Wirtschaftsgebäude - heute Musikschule


Im Zusammenhang mit dem Streit um die Landeshoheit rückten Untertanen und Landsassen der Fürstäbtissin Anna Salome am 31.3.1662 in Essen ein und brachten den Essener Bürgermeister Leimgardt und den Stadtsekretär Krupp ins Borbecker Schloßgefängnis. Man nimmt an, daß sie im alten Turm saßen, der jetzt noch am Wirtschaftsgebäude steht. Auf dem Bild links ist das Wirtschaftsgebäude von Schloss Borbeck zu sehen. Es handelt sich um ein Haus im spätklassizistischen Stil, das 1842 im Auftrag des Reichsfreiherrn Clemens von Fürstenberg nach Plänen des Architekten Freyse gebaut wurde.

Ehemaliges Gefängnis

Essen-Borbeck

Schloss Borbeck - Turm stammt aus dem Mittelalter


Von Freyse stammte auch der Entwurf des 2. Essener Rathauses. Es wurde an der Stelle der alten Gesinde- und Wirtschaftshäuser errichtet. Die Renaissanceköpfe im Giebel stammen von Schloss Horst an der Emscher, das schmiedeeiserne Tor (Ende 17. Jahrhundert) am Zugang zum Park von Schloss Hugenpoet. Der Turm an der Nordseite (Bild nebenstehend) stammt aus dem 15. Jahrhundert. Er ist ein Überbleibsel derr mittelalterlichen Vorburg. Ursprünglich diente er als Gefängnis. Im 19. Jahrhundert beherbergte er das Archiv der Familie von Fürstenberg.



Schlosspark

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Schlosspark Borbeck - das Tor stammte ursprünglich von Schloss Hugenpoet


In der Nachfolge des französischen Sonnenkönigs und von Schloß Versailles wurde das Schloss von der Fürstäbtissin Franziska Christine ab 1744 weitgehend umgestaltet. Dazu gehörte auch eine Parkanlage mit Kaskaden, geometrischen Beeten, einer Insel und einer künstlichen Ruine. Auch heute ist der Park noch sehr attraktiv und zieht besonders bei schönem Wetter viele Borbecker Bürger an. Hochzeitsleute sollten über eine Trauung im Schloss Borbeck nachdenken. Die historischen Räume werden hierfür gerne genutzt.

Wappen

Essen-Borbeck

Schloss-Borbeck - Wappen von Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach über dem Schlosseingang


1941 verkaufte die Familie von Fürstenberg - die auch Eigentümer von Schloss Horst in Gelsenkirchen und Schloss Hugenpoet in Essen-Kettwig sind- das Schloss Borbeck mit dem Schlosspark an die Stadt Essen. Nach dem Krieg waren zunächst darin Notwohnungen eingerichtet. Seit 1960 wurde es von einigen Ämtern genutzt wie Stadtarztstelle, Einwohnermeldeamt, Standesamt. Mit dem Umzug der Dienststellen in das neue Verwaltunsgebäude am Germaniaplatz wurden die Schlossgebäude frei für eine neue Nutzung.

Essen-Borbeck

Seitenansicht von Schloss Borbeck


Nach einem gründlichen Umbau wurde im Wirtschaftsgebäude ein Bürgerzentrum eingerichtet. Seitdem ist das Schloss Borbeck aus dem kulturellen Leben Borbecks nicht mehr wegzudenken.


Weitere Informationen:

Kulturzentrum Schloss Borbeck
,

Schloßstr. 101,
45355 Essen,

Telefon: 0201 / 88-44219,
Fax: 0201 / 88-44220.



Fotos Schloss Borbeck




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