Burgaltendorf
Essen-Burgaltendorf
Impressionen
Übersicht
Essen-Burgaltendorf
Katholische Pfarrkirche Herz Jesu
Um 1120 wurde die Kirche im benachbarten Niederwenigern erbaut. Wenig später wurde die Wasserburg Altendorf errichtet. Um ca. 1500 beginnt auch hier der Kohlebergbau- wahrscheinlich jedoch noch früher. Die Gemeinde Altendorf-Ruhr gehörte seit Beginn des 13. Jahrhunderts zur Grafschaft Mark und somit durch Erbgang ab 1609 zu den Kurfürsten von Brandenburg, den späteren Königen von Preußen (bis 1946). Von 1753 bis 1806 dem Kreis Hörde zugeteilt, kam der Ort nach dem napoleonischen Zwischenspiel von 1806 bis 1813 im Jahr 1815 zum Landkreis Bochum. 1885 wurde die Gemeinde dem Landkreis Hattingen zugeteilt. Danach gehörte sie ab 1929 dem neuen Kreis Ennepe-Ruhr an.
Jüngster Stadteil von Essen
Essen-Burgaltendorf
Impressionen
Burgaltendorf ist ein südlich der Ruhr gelegener Stadtteil im Südosten von Essen. Der Stadtteil hat etwa 9.600 Einwohner. Burgaltendorf ist heute geprägt durch die Ruine der Burg Altendorf, die um 1160 erbaut wurde, großen Wohngebieten, etwas Landwirtschaft und einem kleinen Industriegebiet. Der Stadtteil grenzt im Norden, durch die Ruhr getrennt, an den Stadtteil Horst. Im Westen liegt Überruhr-Holthausen und im Süden schließt sich der Stadtteil Byfang an. Ein Teil seiner Stadtteilgrenze ist auch Stadtgrenze.
Geschichte
Essen-Burgaltendorf
Hauptstraße
Jenseits dieser Grenze findet man die Stadt Bochum und den Kreis Hattingen. Schon etwa 1000 Jahre vor Christus war diese Gegend besiedelt, wie archäologische Funde beweisen. Etwa 1500 Jahre später gab es südlich der Ruhr eine germanische Ansiedlung. Kurz vorher, Funde weisen darauf hin, waren Römer in diesem Gebiet. Um 1120 wurde die Kirche im benachbarten Niederwenigern erbaut. Wenig später wurde die Wasserburg Altendorf errichtet. Um ca. 1500 beginnt auch hier der Kohlebergbau - wahrscheinlich jedoch noch früher.
Die Gemeinde Altendorf-Ruhr gehörte seit Beginn des 13. Jahrhunderts zur Grafschaft Mark und somit durch Erbgang ab 1609 zu den Kurfürsten von Brandenburg, den späteren Königen von Preußen (bis 1946). Von 1753 bis 1806 dem Kreis Hörde zugeteilt, kam der Ort nach dem napoleonischen Zwischenspiel von 1806 bis 1813 im Jahr 1815 zum Landkreis Bochum. 1885 wurde die Gemeinde dem Landkreis Hattingen zugeteilt. Danach gehörte sie ab 1929 dem neuen Kreis Ennepe-Ruhr an. Die Gemeinde Altendorf-Ruhr wurde am 16. Dezember 1970 nach Essen eingemeindet und zu Burgaltendorf umbenannt.
Burgruine
Essen-Burgaltendorf
Burgruine
Die ursprüngliche Burganlage wurde um 1160 im romanischen Stil erbaut. Sie bestand seit aus Vorburg und Hauptburg. Die Vorburg bildete ein unregelmäßiges Rechteck, das an allen vier Ecken Wehrtürme besaß. Die Hauptburg, ein Wohnturm (Donjon, ca. 22 m hoch mit Grundmaßen von 12 m x 13 m), war von einer Bermemauer umgeben. Vor- und Hauptburg umgaben Gräfte (Wassergräben), die über eine hölzerne Leitung aus einem ca. 800 m entfernten Wasserlauf gespeist wurden.
Umbau
Essen-Burgaltendorf
Burgruine
Die Vorburg erreichte man mittels einer Zugbrücke von Osten. Eine weitere Zugbrücke verband Vorburg und Hauptburg. Ein Treppenturm, an der Nordseite des Wohnturm außen angebaut, schaffte Zugang zu den oberen Stockwerken. Der spätere Keller (Verlies) war ursprünglich das Erdgeschoss und über einen Eingang an der Südseite des Turmes zu erreichen. Die ursprünglichen drei Stockwerke wurden zuerst beim Umbau im gotischen Stil - wahrscheinlich um 1400 - verändert. Um 1540 erfogte eine Vergrößerung der Vorburg.
Ehemalige Bewohner
Essen-Burgaltendorf
Burgruine
Ein neuer polygonaler Treppenturm wurde angefügt und der Wohnturm auf fünf Stockwerke erhöht, die im Stil der Renaissance ausgeführt wurden. Ansätze der Kreuzrippengewölbe sind noch vorhanden. Der Abschlussstein, in dem die Rippen endeten, liegt im Keller der Burg. In Wohnturm und Wirtschaftsgebäude der Vorburg ist eine Vielzahl von alten Kaminen sichtbar. Die Burg wurde von Ministerialen bewohnt; ursprünglich saßen hier die Herren von Altendorf. Sie waren in Diensten der Essener Fürstäbtissin und der Grafen von der Mark.
Schule
Essen-Burgaltendorf
Burgruine - Wirtschaftsgebäude
Um 1400 wurden die Herren von Vittinghoff-Schell durch Heirat Burgherren und blieben es bis ca. 1600. Danach starb diese Linie der Schellenberger aus. Die folgende Erbteilung brachte eine starke Zersplitterung des Besitzes, wodurch es 1629 zur Verpfändung an einen Capitain Mangelmann kam. Im Besitz seiner Erben - die Familien Mumm zu Schwarzenstein und Mangelmann - blieb die Burg bis ca. 1852. Die katholische Schulgemeinde errichtete 1858 in der Vorburg aus den Steinen der Burg eine Schule, welche 1961 abgebrochen wurde.
Wandertipp
Hier im schönen Burgaltendorf mit der Nähe zur Ruhr bieten sich viele Möglichkeiten zu Wanderungen und zur Besichtigung des Umfeldes dieses Stadtteils. Zu Ihrer Orientierung: ein detailierter Wanderplan hängt direkt an der Endhaltestelle (an der Burg) der Busse der EVAG aus. Die Wanderungen sind nummeriert und ausgeschildert. Stärken können Sie sich in dem schönen Burgrestaurant und Café am Eingang zur Burg!
Besichtigung der Burganlagen
Essen-Burgaltendorf
Burgruine
Beginnen wir mit der Besichtigung der Burganlagen. Der Heimat- und Burgverein bietet von April bis Oktober an jedem 1. Samstag im Monat um 15.00 Uhr eine öffentliche Führung durch die Burganlage an. Es wird an jedem Termin ein anderer Führer die Besucher mit der Burggeschichte vertraut machen. Diese Führungen sind kostenlos; Spenden für die Burgsanierung werden gerne entgegen genommen. Sonderführungen können nach Absprache vorgenommen werden. Melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail.
Hierunter finden Sie eine kleine Bildergalerie zur Burgruine Altendorf. Weitere Informationen zum Stadtteil Burgaltendorf gibt es hier...!
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