Haus Heisingen
Essen-Heisingen
Haus Heisingen
Übersicht
Essen-Heisingen
Haus Heisingen
Der alte Name dieses Anwesens lautete Hof Kofeld (Coefeld) war ein Lehngut der Benediktiner Abtei Werden. Im 15. u. 16. Jahrhundert war Haus Heisingen im Besitz der adeligen Familie Stael von Holstein. Um 1709 erfolgte der Ankauf des Hauses durch den Abt Coelestin von Werden. Nach gründlichem Umbau diente Haus Heisingen bis zur Säkularisation im Jahre 1803 neben Haus Schuir als Sommerresidenz der Äbte von Werden. Die Anlage ist heute im Privatbesitz.
Geschichte
Essen-Heisingen
Haus Heisingen
Heisingen war vor seiner Eingemeindung eine alte Bauernschaft, an die heute noch zahlreiche alte Höfe erinnern. Heute ist es ein als Wohnsiedlungsgebiet vor allem für Einzelhäuser bevorzugter Ortsteil der Stadt Essen. Haus Heisingen, auf steiler Höhe über dem Ruhrtal gelegen, war wie die festen Häuser des Tales selbst - Schloss Baldeney und Haus Scheppen - ehemals Sitz eines ritterlichen Dienstmannes (Ministerialen) des Abtes von Werden, oft auch Sommersitz der Äbte selbst.
Oberhof Coefeld
Essen-Heisingen
Haus Heisingen - ehemaliger Hof Kofeld (Coefeld)
Der Name Heisingen könnte von der alten Bezeichnung „silva heissi" - des großen Waldes - abstammen, der die diesseitigen Ruhrhöhen bedeckte. Diese Abstammung ist jedoch umstritten. Haus Heisingen - der frühere Stenneshof - zählt zu den ältesten Befestigungsanlagen weit und breit. Als gesichert gilt, dass die Wehranlage auf dem ehemaligen Werdener Oberhof Coefeld als Lehngut der Abtei Werden entstand. Als erster Dienstmann dieses Werdener Lehen sind die Herren von Dücker nachweisbar. Seit 1453 sind die Adeligen und späteren Freiherren Stael von Holstein Haus- und Hofbesitzer von Haus Heisingen. Daran erinnern die kreisförmig angeordneten Kugeln über der Zinnmauer im Heisinger Wappen.
Abt Coelestin von Werden
Die Familie Stael von Holstein führt im silbernen Schild acht rote Kugeln, die sich in der Helmzier an den Außenseiten der Büffelhörner wiederholen. Diese Familie lebte über zweihundert Jahre auf diesem Gut. 1709 erfolgte dann der Ankauf durch den Abt Coelestin von Werden, woran heute noch der Name einer Straße erinnert. Nach gründlichem Umbau diente Haus Heisingen bis zur Säkularisation im Jahre 1803 neben Haus Schuir als Sommerresidenz der Äbte von Werden. Die Anlage ist heute in Privatbesitz.
Wandertipp
Eine erste Anlaufstelle für eine Wanderung in Heisingen ist das ehemalige Waldcafé Lützenrath, heute Café Waldfrieden an der Heisinger Straße. Hier können Sie Ihren Wagen parken oder steigen aus dem Bus, der Sie vom Stadtwaldplatz bis hierher gebracht hat. Kehren Sie vorher oder nachher hier ein- es ist ein empfehlenswertes Café! Direkt neben dem Café finden Sie markierte Wanderwege, die Sie hinunter zum Baldeneysee bringen (Uhlenstraße bis zur Kuckuckstraße - von hier führt ein Weg zur Zeche Carl Funke).
An der Zeche wenden wir uns nach rechts über die Straße Lanfermannfähre zur Freiherr von Stein - Straße. An einem verlassenen Steinbruch biegen wir rechts ab aufwärts zur Korteklippe (Korte - ehemaliger Gartendirektor der Stadt Essen) und von hier weiter bis zur Heisinger Straße, wo wir uns nach rechts wenden um zum Café Waldfrieden, unserem Ausgangspunkt, zurückzukommen. Wer noch Zeit hat, kann gegenüber des Cafés Waldfrieden in den Schellenberger Wald eintauchen und das Naturschutzgebiet Hülsenhain besuchen.
Informationen:
Wappen von Heisingen
Weitere Informationen zum Ortsteil Heisingen finden Sie auf dieser schönen Website: www.heisingen.de. Hierunter gibt es auch eine kleine Bildergalerie zum Haus Heisingen.
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