Rungenberghalde
Gelsenkirchen - Rungenberghalde
Überblick
Gelsenkirchen - Rungenberghalde
Ein lohnenswerter Ausflug ist die Besichtigung der denkmalgeschützten Schüngelbergsiedlung und der angrenzenden Rungenberghalde im Gelsenkirchener Stadtteil Buer an der Horster Straße. Über die Autobahn A2 - Ausfahrt Gelsenkirchen-Buer - ist die Rungenberghalde gut zu erreichen. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. Der Aufstieg wird an klaren Tagen nicht nur mit einem schönen Rundblick auf Gelsenkirchen-Buer und die Umgebung belohnt- auch das Stahlkunstwerk Schienenplateau und riesige Lichtkanonen sind zu entdecken. Sie malen jeden Abend Nachtzeichen in den Himmel.
Gelsenkirchen - Rungenberghalde
Brücke über den Lanferbach zur Rungenberghalde
Von dem neuen Teil der Schüngelbergsiedlung führen 300 Stufen auf die angrenzende Rungenberghalde. Der Weg beginnt am neuen Torhaus der Siedlung, führt zuerst über eine Brücke und führt weiter über Stufen bis zum letzten Plateau. Bis hierher ist es grün- danach blickt man auf schwarze Erde, die aus den Tiefen der Schächte der Zeche Hugo - später Ewald/Hugo nach der Fusion 1997 mit der Zeche Ewald in Herten - hierher verfrachtet wurde. Von hier aus ist es nur noch ein kurzer Anstieg zu einer der beiden Lichtkanonen, die auf der Spitze von zwei aufgeschütteten, pyramidenförmigen Anhöhen installiert wurden.
Rungenberghalde
Gelsenkirchen - Rungenberghalde
Die Halde Rungenberg ist eine der markantesten Landmarken im Ruhrgebiet. Aufgeschüttet wurde sie vom Bergwerk Ewald-Hugo, das am 28. April 2000 die Förderung einstellte. Die betont künstliche Schüttung des südöstlichen Teils der Halde erfolgte nach einem Entwurf des Schweizer Architekten Rolf Keller: Über quadratischem Grundriss ragen zwei Dreiecks-Pyramiden aus schwarzem Bergematerial in die Höhe. Die zwischen der Doppelspitze verlaufende Schneise führt die zentrale Achse der benachbarten Siedlung Schüngelberg über die Halde fort.
Lichtplastik und Schienenplateau
Gelsenkirchen - Rungenberghalde
Gekrönt werden die beiden Pyramidenspitzen durch die Lichtplastik "Nachtzeichen" von Hermann EsRichter (Oberhausen) und Klaus Noculak (Berlin), die 1992 mit einer mehrteiligen Konzeption den Wettbewerb "Künstlerische Gestaltung der Halde Rungenberg" gewannen. In zwei dicken Metallröhren sind Spiegelscheinwerfer so installiert, dass ihre Strahlen den natürlichen Böschungswinkel aufgreifen und sich über der Mitte der Halde in einem Punkt schneiden. Bei Dunkelheit zeichnen sie so weithin sichtbar eine zweite, nach unten gerichtete Pyramidenform in den Nachthimmel.
Auch das skulpturale "Schienenplateau" unterhalb der mittleren der drei Erhebungen auf dem Haldenkörper ist teil der Gestaltungskonzeption. Das aus Eisenbahnschienen gebildete ellipsenförmige Flächenrelief verweist auf die besondere Bedeutung dieses Transportsystems für die industrielle Entwicklung des Ruhrgebiets.
Gelsenkirchen - Rungenberghalde
Ein weitläufiges Wegenetz erschließt die Halde. Wer Zeit mitbringt, kann den vielen, kurvenreichen Windungen des Weges bis zur Spitze folgen. Immer wieder wird man mit reizvollen Ausblicken belohnt. Direkter und ohne Umwege gelangt man über eine steile Treppe mit 300 Stufen zum Haldengipfel. Der Zugang zur Treppe erfolgt von der Siedlung Schüngelberg aus über die Lanferbach-Brücke an der Holthauser Straße (direkt am "Torhaus" des neuen Siedlungsteils). Für die Mühen des Aufstiegs entschädigt ein großartiges Ruhrgebiets-Panorama.
Textquelle: Infotafel der Route der Industriekultur vor Ort
Bergmannmuseum
Gelsenkirchen - Rungenberghalde
Weg auf der Rungenberghalde - Bildmitte: Fördergerüst Zeche Hugo - Schacht 2
In der Schüngelbergsiedlung in Gelsenkirchen-Buer befindet sich ein Bergmannmuseum. Hier sind alle Informationen zur Bergbau- und Siedlungsgeschichte zusammengetragen worden:
Anschrift:
das kleine Museum,
Eschweiler Str. 11 und 47,
45897 Gelsenkirchen
Jeden Dienstag von 10 Uhr bis 18 Uhr,
Telefon: 01722773431
Schüngelbergsiedlung
Gelsenkirchen - Schüngelbergsiedlung
Die unter Denkmalschutz stehende Siedlung Schüngelberg wurde zwischen 1897 und 1919 für die Beschäftigten der benachbarten Zeche Hugo errichtet. Nach über 80 Jahren wurde die Zechensiedlung im Rahmen der IBA (Internationale Bauausstellung) fertiggestellt. Im Jahre 1873 war die Zeche Hugo abgeteuft worden. Unter der Leitung des Essener Kaufmanns Hugo Honigmann wurde durch Anteilseigner aus Essen, Mülheim an der Ruhr und Buer am 24. März 1873 die Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Hugo gegründet. 1897 begann das Bergwerk mit dem Bau....
Weitere Informationen zur Siedlung Schüngelberg in Gelsenkirchen-Buer finden Sie hier.....!
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