Schloss Dieprahm
Kamp-Lintfort - Haus Dieprahm
Geschichte
Kamp-Lintfort - Haus Dieprahm
Der ehemalige Adelssitz Haus Dieprahm ist vermutlich an der Stelle eines Hofes aus fränkischer Zeit errichtet worden. Malerisch liegt das Haus zwischen Bäumen, eingegrenzt von zwei Wehrtürmen. Der Wassergraben, der die Anlage früher einmal umgab, ist auch heute noch zu erkennen. Der gut erhaltene, schloßähnliche Backsteinbau besteht aus einem rechteckigen, zweigeschossigem Baukörper und zwei gedrungenen Ecktürmen. Im 14. Jahrhundert gelangte man über eine Zugbrücke vom Schlosshof in die eigentliche Burganlage.
Kamp-Lintfort - Haus Dieprahm
Einstmals wohnten hier die Gebrüder Johan und Evert Dippramme, die dem Haus den Namen gaben. Nur wenig ist aus der Geschichte des kleinen Schlosses, das heute in Privatbesitz ist, überliefert. Doch es geht die Sage, dass sogar ein Kaiser in dem Lintforter Adelssitz übernachtete. Napoleon, so heißt es in den Überlieferungen, soll hier auf der Flucht nach Paris Station gemacht haben, nachdem er sich in Russland von seiner Armee getrennt hatte.
Kamp-Lintfort - Haus Dieprahm
Als Herzog von Vincenza getarnt, nur einen Begleiter neben sich, sei er an einem kalten Dezembertag des Jahres 1812 in einem offenen Schlitten im Schlosshof vorgefahren und habe im Turmzimmer des Erdgeschosses sein Nachtquartier bezogen. Seitdem wird dieser Turm "Napoleonsturm" genannt. Seit 1982 steht der ehemalige Rittersitz, das heutige Haus Dieprahm, unter Denkmalschutz.
Informationen:
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