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Krefeld - Haus Rath

Stadt Krefeld - Elfrath

Haus Rath




Überblick

Stadt Krefeld - Elfrath

Haus Rath



Haus Rath
besteht aus einer gewachsenen Einrichtung mit einer ehemals befestigten Burganlage auf einem einst von Wassergräben umringten Hügel (Motte). Ursprünglich bestand Haus Rath nur aus einem dreigeschossigen Wohnturm mit einer Höhe von 12,80 m, welcher einen quadratischen Grundriss von 9,30 m hatte. Das Fundament im Keller hat eine Wandstärke von durchschnittlich 2,25 m, im Obergeschoss sind es noch 1,50 m. Der Turm konnte nur von außen über eine Treppe oder eine Leiter betreten werden, er besaß keine Tür im Erdgeschoß. Das Dachgeschoß war mit Zinnen versehen um im Fall eines Angriffes den Verteidigern Deckung zu bieten.

Ritter von Rode

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Der Turm lag als landesherrliche Sperrbefestigung unmittelbar an der „Hohen Straße“, welche zwischen Köln und Geldern eine bedeutende und wichtige Handlesroute war. Lehnsherren waren die Grafen von Moers und die Erzbischöfe von Köln. Beide hatten ein großes Interesse an der Überwachung des Weges und der Erhebung von Zehnten. Lehensnehmer des „festen Hauses“ waren die „Ritter von Rode“, in vielen Schriften auch bekannt als „Raede“, „Rade“, „Rayde“, „Roede“, „Roide“, „Royde“ oder „Ryde“ aus welchem später „Rath“ wurde. Über die Besitzverhältnisse in der Zeit um die Errichtung des Turmes wird viel spekuliert. Die Errichtung der Motte und der ersten Befestigungsanlagen wird auf etwa um 1200 datiert.


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Haus Rath


Als Baumaterial für den Wohnturm diente Basalt sowie Tuff- und Trachytquader aus der Eifel bzw. aus der Umgebung des Drachenfels im Siebengebirge. Dies ist für einen solchermaßen kleinen Rittersitz etwas ungewöhnlich, da die Beziehungen damals üblicherweise nicht besonders weit reichten. Es wird angenommen, dass es eine Verbindung zur weiter östlich gelegenen rechtsrheinischen Kaiserpfalz im heutigen Kaiserswerth bei Düsseldorf gegeben haben muss, da hier gegen 1184 der Neubau aus dem gleichen Material errichtet wurde. Weiterhin wird vermutet, dass es einen Zusammenhang zwischen Haus Rath mit den Beziehungen eines Arnold von Rode und Kaiser Friedrich Barbarossa I. in der Zeit um 1174 gibt. Es wird angenommen, dass dieser Arnold ein Vorfahre Heinrichs von Rode und Gründer von Haus Rath gewesen ist.


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Haus Rath
wird erstmals um 1246 in einer Urkunde des Grafen von Geldern erwähnt. Unterzeichner waren die Ritter und Brüder Heinrich und Bruno von Rode, als Zeuge siegelte Graf Dietrich III. von Moers. 1262 wurde Heinrich von Rode erneut mit Haus Rath in einer Urkunde in Verbindung gebracht. Durch viele weitere Dokumenten aus der Zeit Heinrichs wird ersichtlich, dass die Herren von Rode keine unbedeutende Rolle in der Gegend gespielt haben. Haus Rath könnte als Außenposten der Kaiserpfalz errichtet worden sein. Dafür spricht, dass das Wappen derer von Rode, welches im bruchstückhaften Siegel auf der Urkunde von 1262 zu erkennen ist, bereits ein quer gehälftetes Schild darstellt, welches wiederum im oberen Teil einen halben Doppeladler zeigt, während die untere Hälfte gerautet ist. Hier stellt sich die Frage, ob der Doppeladler in einem Zusammenhang mit dem Doppeladler-Siegel der Reichsstadt Kaierswerth steht.


Kaiser Friedrich II.

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Haus Rath


Kaiser Friedrich II.
war zu dieser Zeit Stadtherr von Kaiserswerth. Eine solche Verbindung derer von Rode zum Reich würde bedeuten, dass die Herren von Rode ein Reichsamt ausgeübt haben und als Ministeriale direkt dem Kaiser unterstellt waren. Aus dem Jahr 1365 ist ein Lehnsbrief erhalten, welcher die Anlage als Gut „the Rade mit Hues end Vesten“ benennt. In späteren Belehnungen wird Haus Rath als „Burg Rath mit Wäldern, Sümpfen und Zehnten sowie Zubehör im Amt Uerdingen“ aufgeführt. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde am Wohnturm ein Palas angebaut. Teile der westlichen Wand sind heute bis zu einer Höhe von etwa 4,50m erhalten. Daran angesetzt wurden zwei quadratische Türme, welche um 1500 durch die heute noch erhaltenen Rundtürme ersetzt wurden.


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Haus Rath


Im 15. Jahrhundert wechselte die Burg durch die Heirat von Agnes von Rode mit Friedrich von Hüls in den Besitz der Ritter von Hüls. Der Lehensbesitz berechtigte zur Teilnahme am kurkölnischen Landtag. 1669 befand eine Kommission bei der Überprüfung des Status des Hauses, dass es als Adelssitz anzuerkennen sei. Der damalige Besitzer von Haus Rath war Johann Albert von Loen. Die Vermessung wurde durch den Landvermesser Hermann Wiegels durchgeführt und ergab eine nutzbare Landfläche von 104 Morgen. Zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert wurden nördlich und südlich der Hauptburg zwei weitere Flügel angefügt. Sie dienten als Wirtschaftsgebäude.


...weitere Anbauten

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Im 18. Jahrhundert wurde östlich des Palas ein weiterer Anbau hinzugefügt. 1762 benennt eine Urkunde das Lehen als „Haus Rath, samt Graben, Vorhof, Stallung und Brauhaus, Garten und Baumgarten sowie Ackerland“. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde östlich des alten Wohnturms ein weiterer Flügel angesetzt. Im Jahr 1844 wird Karl-Josef Henoumont als Eigentümer der Burg genannt. Haus Rath blieb in seiner nun bereits mehr als 800 Jahre andauernden Geschichte von der Zerstörung durch Kriege weitestgehend verschont. Die gesamte Anlage hätte einer ernsthaften militärischen Auseinandersetzung zudem auch kaum standgehalten.


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Umgebung von Haus Rath


Auch wenn die baulichen und architektonischen Gegebenheiten eine typische Burganlage erkennen lassen, so fehlten doch ausreichende Verteidungsanlagen. Außer dem standhaften Wohn- und Wehrturm sowie dem Burggraben, welcher wahrscheinlich später noch nicht einmal mehr Wasser geführt hatte, gab es um die Burg herum in wenigen Metern Abstand zum Burggraben lediglich eine Art Landwehr in Form eines kleinen Erdwalles mit einer niedrigen Mauer. Heute befindet sich die Anlage im Privatbesitz einer Wohnungseigentümergemeinschaft und kann nicht besichtigt werden.


Elfrather Mühle

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Elfrather Mühle


Die Elfrather Mühle im gleichnamigen Krefelder Stadtteil stammt aus dem Jahr 1823. Eine zweite Mühle - die Egelsberger Mühle im Stadtteil Traar - liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Elfrather Mühle wurde bis 1941 als Mühle genutzt und von 1991 -1993 als Clubhaus des gleichnamigen Golfclubs umgebaut. Ganz in der Nähe befindet sich auch ein Dorint-Hotel. Die ehemalige Mühle war eine Turmwindmühle holländischer Bauart. Beide Mühlen stehen heute unter Denkmalschutz.


Weitere Links



Quellennachweis:


Die Geschichte zum Haus Rath basiert auf dem Artikel Haus Rath (Stand vom 10.08.2007) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.



Fotos Krefeld - Haus Rath




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