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Krefeld - Uerdingen

Stadt Krefeld - Uerdingen

Rheinbrücke




Überblick

Stadt Krefeld - Uerdingen

...an der Rheinpromenade...



Uerdingen, um 1255 durch den Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden zur Stadt erhoben, hatte Bedeutung als kurkölnische Zollstätte. Durch Hochwasser zerstört und im Rhein versunken, wurde es gegen Ende des 13. Jahrhunderts weiter westlich neu aufgebaut und mit einer Befestigung versehen. Mehr als Krefeld war Uerdingen in die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts verwickelt worden. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde es 1625 erobert, 1641 geplündert und später fast vollständig zerstört. Uerdingen besaß etwa 120 Jahre früher die Stadtrechte als Krefeld, damals mit "C" geschrieben. Nach der Fusionierung mit der Stadt Crefeld hieß das neu entstandende Gemeinwesen zunächst „Krefeld-Uerdingen am Rhein“, 1940 fielen die Bezeichnungen „Uerdingen" und "am Rhein“ weg, worüber die patriotischen Uerdinger noch heute nicht ganz glücklich sind.

Stadt Krefeld - Uerdingen

Gasthof zur Krone am Rheintor


Es ist ja auch schwer nachzuvollziehen, dass das kleine Crefeld in der Lage war, das große Uerdingen zu schlucken. Aber das ist heute Geschichte und somit unumkehrbar. Viele der etwa 18.600 Einwohner sehen sich heute noch immer als Bürger einer unabhängigen Stadt. Heute ist Uerdingen ein Stadtteil der Stadt Krefeld. Vielen bekannt ist Uerdingen durch den Wacholderbrand „Uerdinger“, den Weinbrand „Dujardin“, den legendären Uerdinger Schienenbus und seinen Fußballverein KFC Uerdingen 05, der als FC Bayer 05 Uerdingen von Mitte der 1970er Jahre bis Mitte der 1990er Jahre große sportliche Erfolge (u. a. DFB-Pokalsieger 1985) feiern konnte. Aber auch das Chemiewerk der Bayer AG und die Uerdinger Rheinbrücke sind überregional bekannt.


Geschichte

Stadt Krefeld - Uerdingen

Blaeu 1645 - Coloniensis Archiepiscopatus - Erzbistum Köln - Uerdingen ist in der Mitte zu erkennen - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Im 1. Jahrhundert v. Chr. drangen die Römer unter Gaius Julius Caesar ins Rheinland vor. Funde in der Gegend um Hohenbudberg belegen ihre Anwesenheit auch auf dem Gebiet des heutigen Uerdingen. Für die Annahme der Herleitung des Ortsnamens vom römischen Feldherrn Marcus Hordeonius Flaccus, der hier ein befestigtes Lager (Castra Ordeonii) hatte, gibt es außer in der historischen Literatur, keinerlei gesicherte Belege. Um das Jahr 400 n. Chr. zogen sich die Römer zurück. Es begann die Landnahme durch die Franken. 732/733 wurde ein Hof in Hohenbudberg im Gellepgau dem Kloster Pfalzel (Trier) geschenkt. Ende des 8. Jahrhunderts ist sicher von der Existenz der Siedlung auszugehen, denn in einem um das Jahr 900 angelegten Urbar des Reichsgutes Friemersheim wird „Urdingi“ für die Zeit 809 bis 814 erstmals erwähnt.


Stadt Krefeld - Uerdingen

Matthäus Merian - Topographia Archiepiscopatuum Moguntinensis 1646 - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Im 12. Jahrhundert war das alte Uerdingen im Besitz des Erzstifts Köln. 1176 unterlag die Gerichtsherrschaft der Vogtherrschaft Hohenbudberg. Im Jahre 1255 erhielt (Alt-)Uerdingen, weit eher als Krefeld im Jahre 1373, durch den Erzbischof Konrad von Hochstaden die Stadtrechte. Wahrscheinlich existierte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Kapelle (was sich aus einer Schenkungsurkunde durch Erzbischof Siegfried von Westerburg erkennen lässt). Nach einer Überschwemmungskatastrophe – wahrscheinlich im Februar 1284 – wurde die alte Stadt aufgegeben und weiter westlich ein neue Stadt erbaut. 1297 wurde ein Amtmann von Liedberg und Uerdingen erwähnt, Ritter Rembodo von Budberg. Das Amt Uerdingen umfasst nun die Honschaften Verberg, Rath, Vennikel und Hohenbudberg. 1306 wurde die erste Schule gegründet. 1314 wurde das große Stadtsiegel erwähnt und 1317 ein Bürgermeister.


Stadt Krefeld - Uerdingen

Kirche St. Peter


Uerdingen war neben Rheinberg viele Jahrzehnte die nördlichste kurkölnische Stadt am Rhein und daher zollpolitisch äußerst bedeutend, so dass sie im 14. Jahrhundert mit einer Stadtmauer befestigt wurde (erste Erwähnung im Jahre 1333). Die Rheinseite wurde mit einer imposanten Burg gesichert. 1381 - 1383 wurde die Kapelle zur dreischiffigen Kirche St. Peter ausgebaut. 1502 wurde die Adelsfamilie Viermund-Neersen mit der Vogtei Uerdingen belehnt. 1804 zog Kaiser Napoleon durch Uerdingen, das damals 1629 Einwohner hatte. Dabei übernachtete er in einem Hotel gegenüber dem Haus „Zur Krone“. 1814 marschierten während der Befreiungskriege gegen Napoleon I. die Kosaken ein.


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Rheintor


Ein Jahr später begann die preußische Herrschaft. Nach der Eingemeindung Linns zu Krefeld 1901 nahm die Bedeutung des Uerdinger Rheinhafens zusehends ab, da nun die Waren für Krefeld und das Hinterland über den 1906 neu gebauten Rheinhafen Krefeld umgeschlagen werden konnten. 1927 wurden Hohenbudberg und der Hagschinkel (südl. Teil von Kaldenhausen) eingemeindet; 1929 hatte Uerdingen bereits 14.500 Einwohner. 1928/1929 wurden die beiden Städte Crefeld und Uerdingen a. Rh. begleitet von Uerdinger Protestaktionen zur Gesamtstadt Krefeld-Uerdingen am Rhein fusioniert. 1933 begann der Bau der Uerdinger Rheinbrücke nach dem Entwurf von Friedrich Voß, die bereits am am 7. Juni 1936 eröffnet wurde.


Stadt Krefeld - Uerdingen

Eulenturm - Teil der ehem. Stadtbefestigung


Während des Zweiten Weltkrieges, am 21. und 22. Juni 1943, kam es zu einem verheerenden Luftangriff durch die alliierten Streitkräfte auf Krefeld. Uerdingen wurde im Stadtkern nur teilweise durch Luftangriffe zerstört, da die Alliierten bei ihren Angriffen auf Rheinland und Ruhrgebiet die ehemalige eigenständige Rheinstadt kommunal nicht eindeutig zuordnen konnten. Ab 1948 wurde die Rheinbrücke weitestgehend nach den alten Plänen wieder aufgebaut und am 4. November 1950 durch den Ministerpräsidenten von NRW Karl Arnold als „Krefeld-Uerdinger Brücke“ wiedereröffnet. Im Jahre 2005 wurde das 750. Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte in vielen Veranstaltungen und mit einem großen mittelalterlichen Fest gefeiert.


Klöske

Stadt Krefeld - Uerdingen

Oberstraße Nr. 29 - Klöske


An der Oberstraße Nr. 29 befindet sich das Klöske, auch Et Klöske genannt, was übersetzt bedeutet "kleiner Nikolaus", denn über dem Eingangsportal steht eine Kopie der Figur des heiligen Nikolaus. Das „Klöske" hieß früher „Gasthaus zum heiligen Michael". Es ist bereits seit 1403 bezeugt als Krankenhospiz und Herberge. Nur die Kapelle, die ein Rippengewölbe im Chorraum enthält, und ein kleines Nebengebäude blieben vom einstigen Hospiz erhalten. Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Giebel aufgestellte Nikolausstatue gab dem Haus den heutigen Namen. Das zweite „M" in den Mauerankern weist auf den alljährlich dort vorbeiziehenden Martinszug hin.


Uerdinger Burg

Stadt Krefeld - Uerdingen

...ehemaliger Platz des Uerdinger Burggebäudes...


Von der einstigen Uerdinger Stadtbefestigung ist nur noch wenig vorhanden. An der Südostecke der Uerdinger Stadtbefestigung stand einst eine Burganlage. Diese war der Sitz des kurkölnischen Amtmanns. Auf dem Fundament des alten mehrgeschossigen Bergfrieds errichtete die mit der Uerdinger Geschichte eng verbundene Familie Erlenwein 1839 die imposante klassizistische Villa, deren Schauseite heute noch die Rheinseite beherrscht. Villa und Eckturm wurden um 1980 - unter Erhalt einiger alter Gewölbe - in eine moderne Wohnanlage umgewandelt.



Rheinschlößchen

Stadt Krefeld - Uerdingen

Haus Rheinhorst


Das sogenannte Rheinschlößchen befindet sich in der Dammstraße direkt an der Rheinpromenade. Das Rheinschlößchen wurde im Jahre 1908 vom Architekten Prof. Karl Henrici im Stil der Rheinromantik errichtet. Auftraggeberin war die Stadt Uerdingen, der das Gebäude als Cafe und Gasthaus diente. Direkt daneben steht das in den Jahren 1906 - 1907 erbaute Haus Rheinhorst, in dem heute eine Berufsbildungsstätte untergebracht ist. Ein Uerdinger Chemiefabrikant ließ sich dieses Haus als repräsentatives Wohnhaus errichten.


Rathaus

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Rathaus und Apotheke am Marktplatz


Das ehemalige Uerdinger Rathaus befindet sich am Marktplatz. Ein Vorgängerbau wurde bereits um 1725 an anderer Stelle errichtet. Das einst im klassizistischen Stil errichtete Gebäude beherbergt heute u.a. das Bürgeramt, eine Apotheke und eine Filiale der Stadtbücherei. Auch das Standesamt des Stadtteils ist dort zu finden. Auf oder an dem Balkon des Uerdinger Rathauses ist das alte Uerdinger Stadtwappen zu sehen. Das Gebäudeensemble stammt aus dem Jahr 1832 und beherbergte die drei sogenannten Herberzhäuser.


Weitere Links



Quelleninformation:

Stadt Krefeld - Uerdingen

Wappen von Uerdingen - Grafik: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Geschichte des heutigen Krefelder Stadtteils Uerdingen basiert auf dem Artikel Uerdingen (Stand vom 17.10.2014) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos aus Uerdingen




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