Herongen
Straelen - Herongen
Überblick
Straelen - Herongen
St. Amanduskirche (...ältere Kirche)
Dieser Ortsteil der Stadt Straelen wurde erstmalig am 17. März 899 urkundlich erwähnt. Herongen hat 2.757 Einwohner (Stand 31. Dezember 2004) und liegt an der Bundesautobahn 40 (Venlo - Ruhrgebiet). Urkundlich nachweisen läßt sich eine mittelalterliche Siedlung 899, als der Frankenkönig Karl III. dem Kloster Elnon (St. Amand, heute in Nordfrankreich) die "villa heringa" als Besitz bestätigte. Aus ihr ging später der Ortsteil Herongen hervor. 150 Jahre später ist auch für die Stadt Straelen selbst eine Siedlung belegt. 1064 überträgt der Kölner Erzbischof Anno II. die Teile Straelens der Benediktinerabtei Siegburg, die ihm zuvor vom Grafen Bruno von Heimbach vermacht worden waren.
Kirchen in Herongen
In Herongen gibt es zwei katholische Kirchen, die beide dem heiligen Amandus geweiht sind. Die älteste von ihnen stammt aus dem Mittelalter- genauer gesagt aus den Anfängen des 14/15. Jahrhunderts. Dies kann man zumindest einer Tafel an der Außenwand der Kirche entnehmen. Auf dieser Wand befindet sich ein Schlußstein mit einer gotischen Inschrift. Sie lautet: "Im Jahre des Herrn 1552 auf St.-Urbanusabend angelegt durch uns Mr. Johannes". Die letzte Renovierung der Kirche erfogte 1984/85.
Heiliger Amandus
Der aus Frankreich stammende heilige Amandus ist Teil der Geschichte des Straelener Ortsteils Herongen. Herongen ist eine der ältesten Ortschaften in der Umgebung. Etwa um 595 geboren, trat Amandus früh in ein Kloster bei La Rochelle (Frankreich) ein. Schon 627 wurde er in Rom zum Bischof ernannt und vom Papst ins Gebiet der heidnischen Friesen und Franken entsandt, um unter ihnen das Christentum zu predigen.
In dieser Eigenschaft soll er auch in Herongen aufgetreten sein. Wenn sich sein Wirken hier auch nicht belegen läßt, so ist dennoch sicher, dass der Ort 899 dem Kloster St. Amand, der Grabstätte des Heiligen gehört hat. Seit dieser Zeit, wird Amandus in Herongen als Ortspatron verehrt. Zwei ihm geweihte Kirchen und eine Kapelle zeugen davon.
Straelen - Herongen
Bildstock an einem Rundweg in Herongen
Im Gewerbegebiet "Gartenbauwirtschaft", direkt an der BAB 40, sind die Carl Kühne KG und die zentrale Blumenvermarktung Rhein-Maas der Landgard eG angesiedelt. Mit 600 Arbeitsplätzen ist der Standort Herongen die größte Niederlassung der Carl Kühne KG in Deutschland. Die Heronger Filiale der Krefelder "Vereinigten Seidenwebereien AG" dagegen hat sich auf die Herstellung von Segeltuchstoffen spezialisiert.
Amanduskapelle
Straelen - Herongen
Amanduskapelle
Hier an dieser Stelle taufte der heilige Amandus (um 590 - 679 n. Chr.) der Überlieferung nach zahlreiche Menschen. Zu Ehren des Pfarrpatrons wurde die Amanduskapelle um das Jahr 1670 erbaut. Das Denkmal über dem Amandusbrunnen wurde 1896 anläßlich des 60-jährigen Ortsjubiläums vom damaligen Pfarrer Timong errichtet. Dem Wasser wurde heilende Wirkung bei Augen- und Zahnleiden zugesprochen. Die Kapelle ist ein schlichter einschiffiger Bachsteinbau. Die Amandusstatue und das Altarkreuz stammen aus dem 18. Jahrhundert, die Pieta aus dem 19. Jahrhundert.
Amandusquelle
Auf dem Platz vor der Kapelle befindet sich der Amandusbrunnen, der sogenannte Amanduspött. Dabei handelt es sich um eine Quelle, an der der hl. Amandus der Legende nach die bekehrten Franken getauft haben soll. Über der Quelle befindet sich ein Baldachin mit der Sandsteinstatue des hl. Amandus. Dieses Denkmal wurde 1896 errichtet. In früherer Zeit wurde Herongen als Wallfahrtsort besucht. Auch heute wird der Amandusbrunnen noch von zahlreichen Gästen und Herongern aufgesucht.
Straelen - Herongen
Herongen wird als Wallfahrtsort erstmals 1671 urkundlich erwähnt und bis etwa 1970 in der Liste der Wallfahrtsorte des Bistums Münster geführt. Zum 1100-jährigen Jubiläum von Herongen im Jahre 1999 wurde die Anlage, deren Pflege die Kapellennachbarn und die Muttergottesbruderschaft übernommen haben, gründlich restauriert.
Informationen:
Wappen von Herongen
Weitere Informationen zum Ortsteil Herongen der Stadt Straelen und weiteren Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung finden Sie hier....!
Ehemaliger Flughafen Venlo
Direkt an der B 221 bei den Krickenbecker Seen steht ein Relikt aus den Tagen des letzten Weltkrieges- ein überdimensionales Trümmerstück. Große Buchstaben sind darauf eingemeißelt. Der Stein dient als Mahnmal für gefallene Fliegerkameraden. Er steht genau an der Stelle, wo sich das Haupteingangstor des zur Zeit des 2. Weltkrieges größten europäischen Flugplatzes befand. 1940 organisierte Oberst Kammhuber – später Inspekteur der bundesdeutschen Luftwaffe....
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Naturpark Maas - Schwalm - Nette
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