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Stadt Xanten

Xanten - Ehemaliges Kartäuser Kloster

Überblick

Xanten - Colonia Ulpia Traiana



Die Stadt Xanten am Niederrhein liegt im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum Kreis Wesel und ist wie die Stadt Kleve Mitglied der Euregio Rhein-Waal. Xanten hat mehrere Attribute: Sie wird auch die "Römerstadt" genannt, manche nennen sie "Domstadt" und andere nennen sie "Siegfriedstadt", weil nach dem Nibelungenlied wird Siegfried in den Ruinen des Kapitols - jetzt Alte Burg genannt - geboren und verbringt hier seine Kindheit. Xanten blickt auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück, denn ursprünglich wurde die Stadt ca. 15 v. Chr. als römisches Militärlager gegründet.

Xanten - Römische Grabstele

...im Hintergrund die Mauern der ehemaligen Bischofsburg aus dem 10. Jahrhundert



Um etwa 105 n. Chr. verleiht Kaiser Marcus Traianus dieser Ansiedlung die Stadtrechte. Die Stadt entwickelt sich nach Köln zum zweitwichtigsten Handelsplatz mit Hafen in der Provinz Niedergermanien. Nach dem Nibelungenlied wird Siegfried in den Ruinen des Kapitols - jetzt Alte Burg genannt - geboren und verbringt seine Kindheit dort. Innerhalb des Archäologischen Parks wurden auf römischen Fundamenten einige Gebäude teilweise rekonstruiert. Nach Eröffnung des Archäologischen Parks und des Freizeitzentrums wurde Xanten 1988 zum ersten staatlich anerkannten Erholungsort im Regierungsbezirk Düsseldorf.


Römische Geschichte

Xanten - Colonia Ulpia Traiana

Parkplatz vor dem Eingang


Die Gründung des römischen Militärlagers Castra Vetera erfolgte auf dem Fürstenberg nördlich von Birten. Um ca. 70 n. Chr. wird das Lager während eines Aufstandes zerstört. Die Legionäre bauen ein neues Lager im Bereich der Bislicher Insel. Zur gleichen Zeit entsteht nordwestlich davon an der parallel zum Limes verlaufenden Römerstraße eine Siedlung. Um ca. 105 n. Chr. verleiht Kaiser Marcus Ulpius Traianus diesem Ort....

Weitere Information zur Geschichte der Colonia Ulpia Traiana in Xanten finden Sie hier....!



Fränkische Besiedelung

Xanten


Nach dem Nibelungenlied wird Siegfried in den Ruinen des Kapitols - jetzt "Alte Burg" genannt - geboren und verbringt seine Kindheit dort. Ab dem 5. Jahrhundert siedeln sich die Franken im Xantener Raum an. Sie errichten Bauernhöfe, erschließen und kultivieren das Land, doch die städtische Tradition setzen sie nicht fort. Um die Mitte des 8. Jahrhundert wird um die Viktorkirche ein Stift angelegt, dessen Name auf die ersten Märtyrer verweist: "ad sanctos" - ,,bei den Heiligen" - Der Name Xanten wird hier erstmals erwähnt.

Stadtrechte 1228

Xanten

...das sogenannte Gotische Haus


Um 1228 verleiht der Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark dem Marktort Xanten die Stadtrechte. Sein Nachfolger Friedrich von Hochstaden legt den Grundstein zum Bau der gotischen Stiftskirche St. Viktor, die jedoch erst im frühen 16. Jhdt. vollendet wird. Um 1392 gehört Xantens südliche Hälfte zum Erzbistum Köln, der nördliche Stadtbereich steht unter der weltlichen Herrschaft der Grafen von Kleve. Ende des 14. Jahrhunderts beginnen die Xantener Bürger eine Stadtmauer zu bauen, von der noch Teile wie das Klever Tor, der Meerturm, die Kriemhildmühle oder der Schweineturm erhalten sind.



Soester Fehde

Xanten- Ehemalige Kartause


Die häufigen Auseinandersetzungen zwischen dem Kölner Erzbischof und den Klever Landesherren führen zur Soester Fehde. Der Papst spricht Xanten dem Herzog Johann von Kleve zu. Ungünstige politische Veränderungen, Kriege, Rückgang des Handels, Verlagerung des Rheinverlaufs bei Xanten sowie Epidemien und Hungersnöte lassen die Bevölkerung der Stadt von rund 5000 zu Beginn des 16. Jahrhundert auf weniger als die Hälfte zum Ende des 18. Jahrhundert sinken.


Xantener Dom

Xanten - St. Viktor Dom


Die Wurzeln des Xantener Doms gehen bis zur römischen Periode der Stadt zurück. Benannt wurde der Dom Sankt Viktor nach einem christlichen Märtyrer. Der Legende nach starben der römische Legionär Viktor und seine Gefährten im 4. Jahrhundert als christliche Märtyrer, zu deren Gedenkstätte die Gläubigen schon bald pilgerten. Über der Grabeskirche von St. Viktor wurde 1263 der Grundstein zum gotischen Dom gelegt, der größten Kirche zwischen Köln und der Nordsee. In seiner Bedeutung....

Weitere Informationen zum Xantener Dom finden Sie hier....!


Evangelische Kirche

Xanten - Evangelische Kirche


Um 1572 entstand in Xanten eine evangelische Gemeinde, der jedoch bis ins 20. Jahrhundert hinein nur knapp fünf Prozent der Bevölkerung angehörten. 1547 war bereits im Ortsteil Mörmter eine evangelische Gemeinde entstanden, was bis ins Jahr 1811 zu zwei getrennten reformierten Kirchengemeinden führte. Als Xanten nach dem Jülich-Klevischen Erbfolgestreit als Teil des Herzogtums Kleve mit dem Vertrag von Xanten an die Kurfürsten von Brandenburg fiel, wurde die Evangelische Kirche mit der Katholischen Kirche gleichgestellt. Um 1647 wurde daraufhin auf dem Großen Markt eine Kirche errichtet und 1662 durch einen Kirchturm erweitert. 1609 wurde das Jesuitenkloster Xanten gegründet, 1628 verlegten Kartäuser ihr Kloster von Wesel nach Xanten und begründeten die Kartause Xanten.

Das Rathaus

Xanten - Rathaus

Seitenansicht


Im Xantener Rathaus werden die Geschicke Xantens und der Ortschaften, die 1969 im Zuge der kommunalen Neugliederung eingemeindet wurden, bestimmt. Das Gebäude besteht aus dem ehemaligen, größtenteils rekonstruierten Kartäuserkloster und einem modernen funktionalen Anbau. Zur Kommune Xanten gehören die Ortschaften Birten, Lüttingen, Marienbaum, Vynen/Obermörmter, Wardt (mit Mörmter und Willich) und Xanten (mit Beek und Ursel). Xanten selbst gliedert sich in drei Ortsteile: Hochbruch, Niederbruch und der eigentliche Stadtkern Xanten.


Der Meerturm

Xanten - Meerturm


Ein Teil der Stadtmauern und Stadttore mit ihren Türmen ist in Xanten noch erhalten geblieben. So existiert neben dem Klever Tor noch der sogenannte Meerturm. Der Name des Turmes hat allerdings nichts mit dem Meer zu tun sondern leitet seine Bezeichnung von dem Begriff "maar" ab, was so viel bedeutet wie sumpfige, feuchte, teils auch moorige Gebiete. Dieses Areal befand sich früher westlich der Stadt und wurde als Gemeinschaftsweide von den Hirten genutzt. Der mächtige quadratische Turm aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert schützte den westlichen Eingang zur Stadt. Gegen Ende des 17. Jahrhundert bevorzugte man den Namen "Kuhtor", da sich gleich links neben dem Stadtausgang eine Viehtränke befand.

Gedenktafel an den Besuch Zar Peter I.

Xanten

Gedenktafel an den Besuch Zar Peter I. (1672 - 1725)


In der Innenstadt von Xanten ist eine interessante Gedenktafel zu finden. Ein Relief mit Inschrift an einer Hauswand zeigt den russischen Zaren Peter I. vor dem Hintergrund der Stadtkulisse von Xanten mit folgender Inschrift: Am 16. August 1697 und am 21. Mai 1698 besuchten der russische Zar Peter I. und die große Moskauer Gesandschaft die Stadt Xanten. Zur Erinnerung an den 300. Jahrestag dieses bemerkenswerten Ereignisses wurde auf Initiative der Vertretung des Außenministeriums der Russischen Förderation in Kaliningrad diese Gedenktafel aufgestellt.

Kartäuser Kloster

Xanten - Ehemaliges Kartäuser Kloster


Im Stadtbild taucht der Name Karthaus auf. Er geht zurück auf das frühere Kartäuserkloster, das im 16. Jahrhundert hier in dieser Straße gebaut wurde. Im Jahr 1628 verlegten die Kartäuser ihr Kloster von Wesel nach Xanten und begründeten die Kartause Xanten. Die Kartäuser sind eine katholische Ordensgemeinschaft (lat. Ordo Cartusiensis). Gegründet wurde der Orden durch den Heiligen Bruno von Köln. Das stark rekonstruierte Gebäude beherbergt heute das Xantener Rathaus. Im Original erhalten ist allein das im Hof vorgelagerte Treppentürmchen. Das Glockenspiel, das sechs mal täglich ertönt, schallt weit über den Marktplatz.


Klever Tor

Xanten - Stadttor

Das Klever Tor am Nordwall


Das Klever Tor, ein beeindruckendes dreistöckiges Stadttor aus dem 14. Jahrhundert ist ein Relikt der alten Stadtbefestigung. Zwei Rundtürme, die sogenannten Eulentürme flankieren die erste Toröffnung von der stadtabgewandten Seite. Eine brückenartige Zufahrt, die sich in früherer Zeit über dem Stadtgraben befand, führt zum Haupttor. Der quadratische Bau hat im Laufe der Zeit verschiedene Nutzungen erlebt. Die schönste ist sicherlich die heutige Funktion als Ferienquartier. Das Tor beherbergt drei gut ausgestattete Apartments.

Wohnen im Stadttor

Xanten - Großer Markt


Ein interessantes Angebot: Wohnen im Stadttor - Geschichte pur! Erleben Sie außergewöhnliche Ferien im einzigartigen Ambiente des "Klever Tors", einem ehemaligen Stadttor aus dem 14. Jahrhundert. Heute beherbergt der Turm drei komfortabel ausgestattete Ferienapartments. Besonders attraktiv wird der Aufenthalt durch die besondere Lage an der Nahtstelle zwischen Stadt und Grün: in unmittelbarer Nähe zu Restaurants und Geschäften der Klever Straße und mit Aussicht auf den Grüngürtel der Stadt. Die Wohnungen können bis zu vier Personen beherbergen und kosten am Tag von 48,00 € (Nebensaison) bis 52 €(Hauptsaison) für zwei Personen, für jede weitere Person wird ein Zuschlag von 10,00 € erhoben. Die Mindestmietzeit beträgt zwei Nächte.

Auskünfte und Buchungen sind möglich bei der Tourist Information unter 02801 - 98300.

Tour mit Nachtwächter

Xanten - Kriemhildmühle


Ein weiteres attraktives Highlight ihres Besuches in Xanten könnte eine Tour mit dem Nachtwächter sein. Entdecken Sie Xanten bei Nacht! Auf Ihrer Tour mit dem Nachtwächter durch das abendliche Xanten erwacht das Mittelalter wieder zum Leben. Ausgestattet mit Laternen begleiten Sie den Nachtwächter durch die dunklen Straßen und erleben "Stadtgeschichte zum Anfassen". Bei einem rustikalen Menü lassen Sie den Tag in gemütlicher Runde ausklingen.

Weitere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier....!



Weitere Sehenswürdigkeiten:

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Konditorei-Museum

Xanten - Café de Fries


Ihren Besuch in Xanten sollten Sie mit einem Besuch des Konditorei-Museums verbinden. Konditoren waren zu allen Zeiten, ebenso wie die Köche, hochangesehen. Galten doch die Produkte, die sie herstellten als künstlerische Finessen für Auge und Gaumen. Fachbücher legen von dieser großen Kunst der alten Meister ihrer Zunft beredtes Zeugnis ab. Neben Formen und Modellen aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts können Sie hier Maschinen besichtigen, mit denen die Konditoren jener Zeit das industrielle Zeitalter einläuteten. Das Frühstückscafe-Niederrhein, Cafe de Fries, liegt im Herzen des historischen Stadtkerns von Xanten.



Es besteht seit 180 Jahren und wird in der sechsten Generation von der Familie de Fries geleitet. Das gemütliche Cafe bietet für 80 Personen Platz. Auf der Terrasse in Xantens schöner Fußgängerzone können nochmals 40 Gäste bewirtet werden.

Adresse:

Cafe de Fries,
46509 Xanten,
Kurfürstenstraße 8,

Telefon: 02801 - 2068 - Fax: 02801 - 6468

E-Mail: Defries-xanten@t-online.de
Internet: www.cafe-defries.de


Bislicher Insel

Xanten - Bislicher Insel


Wenn Sie schon einmal in Xanten sind, sollten Sie auch einen Abstecher zur Bislicher Insel machen. Sie liegt zwischen Ginderich und Xanten im Kreis Wesel und ist ein Naturschutzgebiet. Es handelt sich hier um eine der wenigen noch vorhandenen Auenlandschaften in Deutschland. Die Fläche des Naturschutzgebietes beträgt etwa 8,86 Quadratkilometer....

Weitere Informationen zum Naturpark Bislicher Insel in Xanten finden Sie hier....!


Römerstraße Via Romana

Via Romana

...in der Nähe von Kalkar


Die Länge der Via Romana Xanten - Nijmegen - Xanten beträgt insgesamt 257 Kilometer. Dabei entfallen auf die Südroute 159 Kilometer und auf die Nordroute knapp 100 Kilometer. Wegequalität & Verkehr: Die Wegequalität an der Via Romana ist im Großen und Ganzen hervorragend. Auf der ganzen Strecke gibt es nur zwei eher kurze Abschnitte, die vor allem bei Regen schlechter zu befahren sind. Hinsichtlich des Verkehrs sieht es ähnlich aus, zirka 6 mehr oder weniger kurze Abschnitte verlaufen in mäßig starkem Verkehr.

Via Romana


Die Via Romana ist durchgehend beschildert durch ein sechseckiges Schild mit einem eigenen Symbol. Die Route ist in Nord- und Südroute geteilt. Richtungspfeile in der Natur geben den jeweiligen Verlauf der Route an. Die roten Pfeile führen stets in Richtung Xanten, die grünen Pfeile in Richtung Nijmegen. Wo sich Nord- und Südroute sehr nahe kommen, ist auf den Schildern der Südroute ein Z für Zuid/Süd angebracht und auf jenen der Nordroute ein N für Nord. Sind an Kreuzungen keine Schilder angebracht, so verläuft die Route in der Regel geradeaus weiter.

Neben diesen sechseckigen Schildern der Radwanderroute tauchen entlang der Hauptverkehrsstraßen auch rechteckige, braune Hinweisschilder auf, die in erster Linie die Autofahrer auf die Via Romana aufmerksam machen sollen.

Für weitere Informationen:

Maria Bartjes
Am Schloss 5
D-47551 Bedburg-Hau

Telefon: 02824-999971 - Fax: 02824-999975
E-Mail: info@via-romana.de

Informationen:

Wappen von Xanten


Adressen:

Eingang Archäologischer Park

Wardter Straße / Varusring, Xanten

Eingang RömerMuseum
Siegfriedstraße 39, Xanten

Tourist Information Xanten
Tel.: +49 (0) 28 01 / 98 30 10
Fax: +49 (0) 28 01 / 716 64
info@xanten.de

Internet: www.xanten.de


Öffnungszeiten von Park und RömerMuseum

Dezember bis Februar: täglich 10 bis 16 Uhr

(24./25. und 31. Dezember geschlossen)
März bis Oktober: täglich 9 bis 18 Uhr
November: täglich 9 bis 17 Uhr




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