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Ehrenfriedhof Diersfordt

Wesel - Ortsteil Diersfordt

Ehrenfriedhof Diersfordt




Überblick

Wesel - Ortsteil Diersfordt

Ehrenfriedhof Diersfordt



In der näheren Umgebung von Schloss Diersfordt befindet sich der Ehrenfriedhof Diersfordt, wo 538 Gefallene des Zweiten Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Die Lage der Kriegsgräberstätte Diersfordt an der Straße Lindenberg unmittelbar an ein Waldgebiet grenzend ist einmalig. Neben Reihen von Einzelgräbern gibt es auch eine zentrale Gedenkstätte, die über einen Treppenaufgang zu erreichen ist. Hier befindet sich das Grab des unbekannten Soldaten und mehrere Tafeln mit den Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Diersfordter Söhne. Dieser Friedhof ist der erste seiner Art, der am Niederrhein nach Beendigung der Kreigshandlungen auf Initiative des Volksbundes entstanden ist.



Geschichte

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Ehrenfriedhof Diersfordt


Auf dem Ehrenfriedhof Diersfordt ruhen 538 Gefallene des Zweiten Weltkriegs, darunter 106 Unbekannte. Es sind Soldaten, die in den schweren und verlustreichen Kämpfen um den Rheinübergang bei Bislich den Tod fanden. Ihre Gräber fanden sie in Straßengräben, an Wegen, auf Wiesen, auf kleinen Dorffriedhöfen, unter Trümmern neben zerschossenen Panzern und in Flak- und Scheinwerferstellungen. Einfache Birkenkreuze kennzeichneten die Feldgräber der deutschen Gefallenen u.a. der 6. und 7. Fallschirmjägerdivision, weiße Blechkreuze die der gefallenen Soldaten der 2. britischen und 1. kanadischen Armee. Die britischen und kanadischen Kriegstoten bekamen auf den britischen Soldatenfriedhöfen Reichswald (7.647 Gefallene) und Rheinberg (3.310 Gefallene) ihre letzte Ruhestätte.


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Kaiser-Wilhelm-Denkmal


Die Gefallenen der 9. US-Armee wurden größtenteils in die Heimat überführt oder ruhen auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof Margraten (8.301 Gefallene) in den Niederlanden. Die deutschen Gefallenen wurden auf Ehrenfriedhöfen beigesetzt; u.a. in Diersfordt, Haldern, Rees, Bienen, Drevenack, Emmerich, Wesel, Voerde, Weeze und Donsbrüggen. Diersfordt war der erste Friedhof, der vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Niederrhein ausgebaut wurde. Auf der sogenannten "Denkmalswiese", in der Nähe des Schlosses Diersfordt, das im Krieg als Hauptverbandsplatz eingerichtet war, entstand der Friedhof. Die Wiese bekam ihren Namen durch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, das 1896 zum 25-jährigen Jahrestag der Reichsgründung von 1871 errichtet wurde. Eine Gedenktafel am Fuße des Denkmals erinnert an das Drei-Kaiser-Jahr 1888.


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Ehrenfriedhof Diersfordt


Das Gelände stellte Bolko Graf zu Stolberg-Wernigerode unentgeltlich zur Verfügung. Es war ein beschwerlicher Weg vom Beginn bis zur Vollendung der Ehrenanlage in Diersfordt. Am 27. Februar 1946 wandte sich der Bürgermeister Boers aus Bislich an den Vblksbund mit der Bitte um Rat und Hilfe bei der Zusammenbettung der im Diersfordter Gebiet verstreut liegenden Soldatengräber. Am 12. März 1946 beschlossen Vertreter der Kreisverwaltung, der Amts- und Gemeindeverwaltung, der Kirchen und des Volksbundes, auf der Denkmalswiese, hart an einem seinerzeit schwerumkämpften Berghang, eine Ehrenanlage für alle deutschen Gefallenen im Bereich des Amtes Ringenberg anzulegen.


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Ehrenfriedhof Diersfordt


Schon am 26. Juni 1946 konnten die Ausbaupläne durch den Volksbund, Gartendirektor Tapp aus Düsseldorf, der Amtsverwaltung in Ringenberg vorgelegt werden. Am 2. September 1946 erfolgte der erste Spatenstich. Der Ausbau zog sich wegen Arbeiter-und Materialmangels und ständiger Geldnot allerdings noch Jahre hin. Erst im Oktober 1948 konnten die von Bildhauer Johannes Krux aus Weeze geschaffenen Eichenkreuze aufgestellt werden. 1963 mußten die Holzkreuze durch witterungsbeständige Steinkreuze ersetzt werden. Bei den Umbettungen aus den Feldgräbern hier nach Diersfordt konnten 250 bislang unbekannte Gefallene identifiziert werden, 159 blieben jedoch ramenlos. Einer dieser Unbekannten ruht unmittelbar vor dem Hochkreuz. Es ist eine besondere Ehrung für die unzähligen Namenlosen, die auf vielen Soldatenfriedhöfen gerade am Niederrhein ruhen.


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Ehrenfriedhof Diersfordt


Die Kosten der Umbettungen würden durch Patenschaften der Bürger getragen. Unvergessen bleibt das aufopfernde Engagement bei den Identifizierungsarbeiten von Max Horn, Angestellter des Bürgermeisteramtes in Diersfordt. Er starb zusammen mit seinem jüngeren Bruder Willi bei einem tragischen Unfall am 12. August 1947, als er mit einem Pferdegespann auf dem Weg zu Umbettungsarbeiten war. Das Pferd trat auf eine Mine. Unter den in Diersfordt ruhenden Toten sind auch zwei Niederländer, die als freiwillige Landarbeiter (niederl.: "Landbouwersknecht") noch im Artilleriefeuer ihren Dienst draußen verrichteten und dabei am 18. März. 1945 umkamen. Sie wurden am 30. August 1948 vom Gemeindefriedhof zum Ehrenfriedhof umgebettet.


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Ehrenfriedhof Diersfordt


Der Ehrenfriedhof Diersfordt wurde am 23. Oktober 1949 durch den Landesvorsitzenden des Volksbundes, Chefarzt Dr. Emil Koch, Gelsenkirchen, eingeweiht. Oberkreisdirektor Dr. Freiherr von Bönninghausen übergab den Friedhof in die Obhut des Amtes Ringenberg. Die Einsegnung nahmen Domkapitular Dechant Janßen, Wesel, und Superintendent Müller, Diersfordt, vor. Heute steht der Friedhof in der Pflege der Stadt Wesel. Die Gedenkstätte ist über die L 480, Mühlenfeldstraße, Abzweigung Lindenberg zu erreichen. Parkplätze sind unmittelbar vor dem Friedhof zu finden.

Textquelle: Informationstafel auf dem Ehrenfriedhof




Stadt Wesel - Geschichte

Wesel - Geschichte

Teil der Zitadelle


Als Ursprung der heutigen Stadt wird ein fränkischer Gutshof vermutet, der im Bereich des heutigen Kornmarkts lag. Anfang des 8. Jahrhunderts erwähnte eine Urkundenabschrift im Kloster Echternach (Luxemburg) erstmals den Namen „Wesele“. Bei Ausgrabungen in der Ruine des Willibrordi-Doms nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Existenz einer Fachwerkkirche im 8. Jahrhundert belegt werden. In einer Urkunde vom 1. Mai 1065 bestätigte König Heinrich IV. die Rückgabe der Kirche....

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Schloss Diersfordt

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Schloss Diersfordt


Etwa 6 Kilometer nordwestlich von der Hansestadt Wesel entfernt befindet sich das Schloss Diersfordt. Es handelt sich um ein Wasserschloss mit einer fast 700-jährige Geschichte. Die Ursprünge von Schloss Diersfordt gehen auf eine mittelalterliche Burg der Herren von Wylich zurück. Das Schloss liegt im Weseler Ortsteil Diersfordt, ein ländlich geprägte Ansiedlung in einer wunderschönen, naturnahen Umgebung. Das Anwesen ist heute ein Schlosshotel, das besonders bei Heiratswilligen hoch im Kurs steht, aber auch der Ort für Tagungen....

Weitere Informationen zum Schloss Diersfordt im Weseler Ortsteil Diersfordt finden Sie hier....!


Stadt Wesel - Umgebung

Wesel - Umgebung

...reizvoller Auesee...


Ein einzigartiges Zusammenspiel von Sehenswürdigkeiten und Naturräumen prägt die Stadt an Rhein und Lippe. Die Stadt Wesel liegt inmitten der einzigartigen niederrheinischen Landschaft mit Rheinauen und Altrheinarmen, Feldern, Obstwiesen und Wäldern und beheimatet eine Vielzahl von zum Teil seltenen Tieren und Pflanzen. Besonders prägend für den Naturraum ist die Lage an den drei Flüssen Rhein, Lippe und Issel. Hier kann man z.B. grenzenlos Fahrradfahren.....

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Fotos Wesel - Ehrenfriedhof Diersfordt




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