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Rhein-Herne-Kanal

Oberhausen - Rhein-Herne Kanal

Blick in Richtung Gasometer




Überblick

Oberhausen - Rhein-Herne-Kanal

Impressionen



Schloss Oberhausen
sowie das Gelände des Kaisergartens grenzen unmittelbar an den Rhein-Herne-Kanal. Der Kanal ist Teil des nordwestdeutschen Kanalnetzes und 45 Kilometer lang mit einem Höhenunterschied zwischen Duisburg und Herne von 36 Metern. Das Bauwerk wurde im Jahr 1914 in Betrieb genommen als Verbindung des Dortmund-Ems-Kanals zum Rhein. Der Rhein-Herne-Kanal unterlag in den letzten 85 Jahren vielfältigen Anpassungen aus bergbaulichen und verkehrstechnischen Gründen. Diese Eingriffe prägten schon von Anfang an den herben Charme des Kanals mit seinen doch so technischen Uferbauwerken aus Stahl und Stein.



Oberhausen - Emscher

...begradigte Emscher beim Gasometer Oberhausen....


Die Bundeswasserstraße verläuft im Ruhrgebiet, in Nordrhein-Westfalen und besitzt heute fünf Kanalstufen. Der Kanal wird vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich verwaltet. Der Rhein-Herne-Kanal führt vom Rhein zum Dortmund-Ems-Kanal. Er zweigt aus dem Duisburger Hafenkanal am Becken C bei Kanalkilometer 0,16 ab und verbindet die Duisburg-Ruhrorter Häfen mit dem westdeutschen Kanalnetz. Bei Kanalkilometer 1,4 zweigt der Verbindungskanal zur Ruhr ab. Ab Oberhausen folgt der Kanal südlich und weitgehend parallel der begradigten Emscher. Eine denkbare Namensgebung ähnlich dem Lippe-Seitenkanal als „Emscher-Seitenkanal“ war in der Planungsphase gebräuchlich.


Oberhausen - Rhein-Herne-Kanal

Wandern am Rhein-Herne Kanal - Blick auf das Niederrhein-Stadion


An seinen Uferzonen ließen die Planer und Erbauer ihm aber trotzdem noch genügend idyllische Plätze für grüne Natur, Freizeit und Erholung, was der Kanal auf Oberhausener Stadtgebiet auch hinreichend präsentiert. Eine wunderschöne Übersicht bringt der Ausblick vom Gasometer Oberhausen bei schönem und windstillen Wetter. Auf dem Rhein-Herne-Kanal werden zur Zeit jährlich rund 15 Millionen Gütertonnen mit etwa 25 000 Schiffen bewegt. Der Rhein-Herne-Kanal (RHK) ist ein Glied des Wasserleitungsnetzes, das aus den Westdeutschen Kanälen (Datteln – Hamm, Dortmund – Ems, Rhein – Herne und Wesel – Datteln) gebildet wird.




Karte des Rhein-Herne-Kanals

Karte des Rhein-Herne-Kanals - eingebunden über Wikimedia Commons


Geschichte

Oberhausen - Rhein-Herne-Kanal

Kanalbrücke beim CentrO


Der Bau des Kanals im Zeitraum von 5. April 1906 bis 17. Juli 1914 dauerte über acht Jahre und kostete rund 60 Millionen Mark des Kaiserreichs. Er wurde von der 1906 gegründeten Königlichen Kanalbaudirektion in Essen geleitet. Für den Bau wurden weitgehend die geomorphologischen Gegebenheiten des Emschertals genutzt. Teilweise, insbesondere in Herne und Gelsenkirchen, wurde der Kanal im vormaligen Flussbett der Emscher angelegt, deren Verlauf sich durch die vorhergehende Begradigung leicht nach Norden verlagert hatte. Wie zuvor erwähnt, ist der Rhein-Herne-Kanal eine 45,6 Kilometer lange künstliche Wasserstraße. Die Wasserhaltung des Kanals wird über 5 Pumpwerke gewährleistet.


Essen - Emscherverband

Verwaltungssitz in Essen


Pläne zum Ausbau der Emscher selbst zu einem Schifffahrtsweg, als Emscherkanal bezeichnet, hatte bereits der Industrielle William Thomas Mulvany in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Düsseldorf vorgestellt. In Essen war 1873 ein Emscherkanal-Komitee gegründet worden. Zunächst wurden die Pläne zur Kanalisierung der Emscher weiter verfolgt. Die technische Realisierbarkeit wurde durch das Komitee 1875 vorgestellt. In der weiteren Projektierung wurde die Kanalisierung der unteren Emscher beibehalten, weiter östlich war ein Seiten-Kanal südlich des Flusslaufs geplant, bis zur Einmündung in den bereits fertiggestellten Dortmund-Ems-Kanal. Dieser vorwiegend als Dortmund-Rhein-Kanal bezeichnete projektierte Wasserweg von Laar am Rhein nach Herne wurde auch Emscherthal-Kanal genannt. Die rechtliche Grundlage für den Bau des Rhein-Herne-Kanals von Ruhrort nach Herne bildete schließlich das vom preußischen König erlassene Gesetz, betreffend die Herstellung und den Ausbau von Wasserwegen vom 1. April 1905.




Duisburger Kanalhafen

Oberhausen - Rhein-Herne-Kanal

Blick in Richtung Duisburg


Unmittelbar an den Schleusen gelegen, pumpen sie in Duisburg-Meiderich, Oberhausen, Gelsenkirchen, Wanne-Eickel und Herne-Ost Rheinwassser in die jeweiligen Kanalstufen. Des Weiteren wird von Osten über den Datteln-Hamm-Kanal Wasser der Lippe zugeführt. In Duisburg verzweigt der Kanal in den Duisburger Kanalhafen und über einen Stichkanal in die Ruhr und verbindet dort den Duisburger Hafen mit dem deutschen Kanalnetz. Die Bauzeit betrug etwa acht Jahre. Im Jahr 1916 wurde er mit zunächst sieben Schleusen vollendet. Ursprünglich endete der Rhein-Herne-Kanal in Herne, wo er oberhalb der Schleuse Herne-Ost auf den Stichkanal des Dortmund-Ems-Kanals von Henrichenburg nach Herne traf.




Oberhausen - Rhein-Herne-Kanal

...im Bereich Kaisergarten...


Mit der Stilllegung des letzten Teils des Stichkanals, nämlich des Abschnitts vom Kanalhafen der Zeche Friedrich der Große, Anlage 3/4, bis zum Ende vor der Bahnhofstraße, wurde der Abschnitt Henrichenburg-Herne dem Rhein-Herne-Kanal zugeschlagen. In der Trasse des stillgelegten Kanalabschnitts östlich der Brücke über die Bahnhofstraße bis zur Brücke über den Landwehrbach in Herne verläuft heute die Bundesautobahn A42 (Emscherschnellweg). Das erste Schiff, das den Kanal am 17. Juli 1914 befuhr, war der Schleppkahn Tyd is Geld. Beim Kanalprofil und bei allen Bauwerken sind Möglichkeiten zum Ausgleich von Bergsenkungen vorgesehen worden, wie sie später auch tatsächlich in größerem Umfang notwendig geworden sind.


Wanne-Eickel - Rhein-Herne-Kanal

Schleuse Wanne-Eickel


Beim Streckenausbau 1968 – 1995 zwischen Duisburg-Meiderich und Wanne-Eickel wurden Engstellen beseitigt, Kurven abgeflacht, und Brücken angehoben. Bei der Ufersicherung wechselten Spundwand- und Böschungsausbau. Seit 2010 finden Ausbauarbeiten im Bereich des Hafen Grimberg bis zur Schleuse Wanne-Eickel statt. Auch oberhalb der Schleuse Herne-Ost soll der Kanal vertieft und verbreitert werden. Größte Baustelle ist der Neubau des Emscherdurchlasses. Einige Brücken müssen ebenfalls in größerer Stützweite neu gebaut werden. Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010 im Ruhrgebiet wurde der Rhein-Herne-Kanal in zahlreiche Kulturveranstaltungen einbezogen, Hauptprojekt dabei war der KulturKanal, der auch 2011 weitergeführt wurde. [1]


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Quellenangabe:


1.: Die Informationen zur Geschichte des Rhein-Herne-Kanal basieren auf dem Artikel Rhein-Herne-Kanal (Stand vom 28.12.2017) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos vom Rhein-Herne-Kanal




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