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Duisburger Häfen

Duisburg - Hafen
Duisburg - Hafen Duisburg-Ruhrorter Häfen - Pegel Ruhrort



Übersicht

Duisburg - Hafen Ruhrort
Duisburg - Hafen Ruhrort Duisburg-Ruhrorter Häfen



Der Duisburger Hafen, besser bekannt als Duisburg-Ruhrorter Häfen, befindet sich in an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Der Hafen besteht aus mehreren einzelnen Becken, die insgesamt als Häfen bezeichnet werden. Sie gelten als größter Binnenhafen Europas, in Summe aller Hafenanlagen (öffentlich und privat) als größter Binnenhafen der Welt. Mit einer Gesamtfläche von etwa 10 Quadratkilometer zieht sich der Gesamtbereich des eigentlichen Hafens von den Hafenbecken an der Ruhrmündung entlang des Rheins bis nach Duisburg-Rheinhausen. Eigentums- und Managementgesellschaft des Duisburger Hafens, des größten Binnenhafens der Welt, ist die Duisburger Hafen AG.

Daten

Duisburg - Hafen
Duisburg - Hafen Duisburg-Ruhrorter Häfen


Die duisport-Gruppe bietet für den Hafen- und Logistikstandort Full Service-Pakete in den Bereichen Infrastruktur und Suprastruktur einschließlich Ansiedlungsmanagement. Darüber hinaus erbringen die Tochtergesellschaften logistische Dienstleistungen wie Aufbau und Optimierung von Transport- und Logistikketten, Schienengüterverkehrsleistungen, Gebäudemanagement und Verpackungslogistik. Die 21 öffentlichen Hafenbecken haben eine Wasserfläche von über 180 ha. Die Uferlänge beträgt 40 km, davon 15 km Umschlagufer mit Gleisanschluss. Der Gesamtumschlag betrug im Jahr 2008 54,1 Mio. t, davon Schiffsumschlag 15,4 Mio. t, Bahnumschlag 12,9 Mio. t.


Geschichte

Duisburg - Hafen
Duisburg - Hafen Duisburg, Luftbild vom Binnenhafen (1931) - Blick auf den grössten Binnenhafen der Welt in Duisburg mit der durch die große Wirtschaftskrise stilliegenden Schiffahrt - Bildquelle: Wikipedia - Deutsches Bundesarchiv - Lizenz s.u.


International steht der Name Duisburg für Schwerindustrie und den größten Binnenhafen Europas. Schon seit dem frühen Mittelalter hatte die Stadt ihre Bedeutung als Umschlagplatz des Fernhandels und Hafenstadt, aber erst mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden hier zwischen dem Rhein und dem Mündungsgebiet der Ruhr künstliche Hafenbecken angelegt. Dabei konnte ein Stück einer verlandeten Rheinschleife, die ehemals unmittelbar unter der Duisburger Stadtmauer vorbeiführte, als erstes Hafenbecken ausgebaut werden. So entstand an diesem Platz der Innenhafen.


Häfen und Kanäle

Duisburg - Hafen
Duisburg - Hafen Duisburg-Ruhrorter Häfen - Vinckekanal


Drei Kilometer nordwestlich, an der Ruhrmündung, bildete eine klevische Zollstation die Keimzelle für das kleinere Ruhrort, das sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts durch den Umschlag der Ruhrkohle zur bedeutenden Hafenstadt entwickelte. Die Erfolgsgeschichte der heutigen Duisburg-Ruhrorter Häfen begann 1716 mit einem ersten Hafenbecken vor den Mauern der Stadt. 1756 errichtet an der neu angelegten Hafenstraße der Bürgermeister Jan Willem Noot ein breit gelagertes Walmdachhaus mit Zwerchgiebel als Wohn- und Packhaus. Seine Tochter Aletta heiratete 1761 Jacob Haniel und führte dessen Speditionshandel mit Kolonialwaren und Wein als „Jacob W. Hanlels seel. Wittib weiter. Bald kam der Kohlehandel hinzu.


Duisburg - Ruhrort
Duisburg - Ruhrort Haniel-Firmensitz – Verwaltungsgebäude


Ihre Söhne Franz und Gerhard Haniel führten das Handelshaus ins 19. Jahrhundert, die spätere Franz Haniel & Cie. GmbH. Das Packhaus beherbergt heute das Haniel Museum. Links davon ließ sich vor 1782 der Obersalzinspektor Dietrich Walther Noot ein ganz ähnliches Haus errichten, rechts schließt die Hauptverwaltung von Haniel an, ein neobarocker Bau von 1921 - 23, davor die Skulptur „Rehlein" des Ruhrorter Bildhauers August Kraus. 1905 schlossen sich die beiden Städte und Häfen zusammen. Die einzelnen Hafenbecken haben verschiedene Namen wie z.B.: Eisenbahnhafen, durch den Vinckekanal kommt man zum Werfthafen, Bunkerhafen, Nordhafen und Südhafen, wobei letztere schon an Duisburg-Meiderich grenzen.


Duisburg - Hafen
Duisburg - Hafen Duisburg-Ruhrorter Häfen - Werfthafen


Früher gab es hier noch den sogenannten Kaiserhafen, der aber mittlerweile schon verfüllt ist. Weiter südlich führt der Hafenkanal zum Becken A, Becken B, Becken C und ganz rechts zum Kanalhafen, wo es dann weitergeht über eine Schleuse zum Rhein-Herne-Kanal. Noch etwas weiter südlich mündet die Ruhr in den Rhein und ruhraufwärts gibt es eine Verbindung zum Kanalhafen und zum Schifffahrtskanal. Der nächste Hafenarm ist der sogenannte Paralellhafen und wieder ein Stück südlich kommt der Außenhafen in Sicht, der in den Innenhafen und den Holzhafen mündet.


Werfthafen

Duisburg - Hafen
Duisburg - Hafen Werfthafen


Um dem wachsenden Kohleumschlag in Ruhrort gerecht zu werden, ließ die preußische Verwaltung von 1820 bis 1825 den Insel-, Ring- oder Werfthafen anlegen, wobei das bisherige Hafenbecken als Zufahrtkanal erweitert wurde. Während die Hafenstraße Kohlelager und Kontorhäuser säumten, richteten sich auf der Insel innerhalb des Hafenrings bedeutende Werften ein u.a. die „Hüttengewerkschaft und Handlung Jakobi, Haniel & Huyssen, Sterkrade" für den Bau von Dampfschiffen und Dampfmaschinen, wo 1829 der erste deutsche Rheindampfer, die „Stadt Mainz", vom Stapel lief. Dampfmaschinen ließen die Kohleförderung sprunghaft ansteigen, also folgte 1837 - 1842 als nächste Hafenerweiterung parallel um den Werfthafen der Schleusenhafen. Sein gebogenes Ende bildet den heutigen Bunkerhafen im Anschluss an den Nord-und Südhafen. Der Werfthafen wurde vor 1914 weitgehend verfüllt, der Bunkerhafen zum Vinckekanal umgebaut.

Zwischen beiden Hafenbecken stehen an der Alten Duisburger Straße fast unverändert ein Packhaus von Haniel von 1862 und eine Schmiede von 1871. Ein Uferweg, begleitet von künstlerischen lnstallationen, wurde im Rahmender IBA Emscherpark 1994 angelegt.


Hafenrundfahrt

Duisburg - Hafen
Duisburg - Hafen Duisburg-Ruhrorter Häfen - Ausflugsschiff Stadt Duisburg vor der Anlegestelle Schifferbörse


Noch weiter südlich liegen der Rheinkai Nord, Rheinkai Süd, der Kultushafen, der Südhafen und der Hafen Rheinhausen. Ein riesiges, interessantes Areal gilt es zu erkunden. Man kann es auf "eigene Faust" erkunden oder mit der Straßenbahn fahren. Eine gute Idee ist sicherlich eine Hafenrundfahrt, auf der Sie die besten Eindrücke vermittelt bekommen. An Bord der Schiffe können Sie gemütlich Bier, Wasser, Wein oder alkoholfreie Getränke zu sich nehmen wie auch Kaffee und Kuchen bestellen. Im einzelnen folgen nun einige Vorschläge, wie ein Tag in Duisburg am Hafen aussehen könnte....!


Mühlen und Speicher

Duisburg - Ehemaliger Getreidespeicher
Duisburg - Ehemaliger Getreidespeicher Gebäude der Rheinisch-Westfälischen-Speditionsgesellschaft - vor dem Umbau zum Landesarchiv NRW


Los geht es am Innnenhafen Duisburg: Rund um den Hafen mit seinen restaurierten historischen Mühlen und Speichern entsteht ein neues Stadtviertel. Kultur, Leben und Arbeiten heißt das Motto, beispielhaft für den Strukturwandel der ganzen Region. Ein Spaziergang entlang der Promenade zeigt, wie in einer attraktiven Mischung historischer Bauten mit modener Architektur Geschichte lebendig gemacht wird. Mit dem Schiff auf einer Hafenrundfahrt - oder direkt mit der Straßenbahn geht es vom "Steiger Schwanentor" nach Ruhrort.


Duisburg - Hafen
Duisburg - Hafen Duisburg-Ruhrorter Häfen


Dazwischen liegen die weitläufigen Hafenanlagen mit ihren modernen Umschlageinrichtungen. Der Hafenstadtteil Ruhrort wird zwar nicht mehr wie früher vom Leben und Arbeiten der Schiffer bestimmt, ihren historischen Spuren nachzugehen bleibt aber immer noch ein lebendiges Erlebnis. Der Hafenpfad Ruhrort führt durch zweieinhalb Jahrhunderte Ruhrorter Stadtgeschichte. Besondere Attraktionen bilden dabei der letzte Radschleppdampfer auf dem Rhein und das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in der ehemaligen Ruhrorter Badeanstalt.


Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Duisburg - Binnenschiffffahrtsmuseum
Duisburg - Binnenschiffffahrtsmuseum Museum der Deutschen Binnenschifffahrt


Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt ist in der alten Ruhrorter Badeanstalt untergebracht. Es erwarten den Besucher zahlreiche Informationen zur Lebenswelt der Binnenschifffahrt. Besuchen Sie auch die begehbaren Museumsschiffe, den Radschleppdampfer Oscar Huber von 1922 und den Eimerkettendampfbagger Minden von 1882. Beide liegen an der Steiger Schifferbörse, nur 10 Minuten Fußweg vom Museum entfernt....

Weitere Informationen zum Binnenschifffahrtsmuseum in Duisburg-Ruhrort finden Sie hier....!


Ruhrort

Duisburg - Ruhrort
Duisburg - Ruhrort Vinckekanal - Impressionen


Ruhrort geht auf eine seit 1371 belegte Zollstelle davon nahe der Ruhrmündung zurück. Dort entstand eine Wasserburg, das „Kasteel", und östlich ein befestigter Ort, Ruhrort. Diese mittelalterliche Altstadt ist vollständig der Flächensanierung ab 1962 zum Opfer gefallen. Etwa an der Stelle des heutigen Gildeplatzes lag das Weidetor. Die Erfolgsgeschichte der heutigen Duisburg-Ruhrorter Häfen begann 1716 mit einem ersten Hafenbecken vor den Mauern der Stadt. 1756 errichtet an der neu angelegten Hafenstraße der Bürgermeister Jan Willem Noot ein breit....

Weitere Informationen zum Duisburger Stadtteil Ruhrort mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten finden Sie hier....!


Quellenangabe:


Die Informationen zu den Duisburger Häfen basieren auf dem Artikel Duisburg-Ruhrorter Häfen (Stand vom 25.01.2010) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen zusammen mit dem Foto "Duisburg, Luftbild vom Binnenhafen (1931) - Autor: Unbekannt - deutsches Bundesarchiv" unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Das Foto wird unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany Lizenz veröffentlicht.


Fotos der Duisburger Häfen


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