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Stadtteil Huckingen

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Sandmühle



Überblick

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul - Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)



Der Duisburger Stadtteil Huckingen befindet sich im Süden der Stadt und hat etwa 9600 Einwohner. Dank der über 750-jährigen Geschichte des Ortsteils kann Huckingen mit einigen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Der Ursprung des Namens Huckingen ist bis heute nicht abschließend geklärt. Malerisch fließt die Anger (Angerbach) durch den Ortsteil Huckingen- heute aufgeteilt in alte Anger und neue Anger, die dann schließlich bei Angerhausen (Haus Angerort) in den Rhein mündet. Huckingen befindet sich in einem uralten Kulturraum zwischen dem unteren Rhein und dem Angerbach und gleichzeitig an einer alten Nord-Süd-Handelsstraße zwischen Kaiserswerth (Düsseldorf) und der Stadt Duisburg. Den Steinhof in Huckingen sehen einige als ehemalige Zollstation an dieser Straße an.




Weitere Sehenswürdigkeiten

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen


Zu den bereits erwähnten Sehenswürdigkeiten zählen u.a. das einstige Wasserschloss Haus Böckum, die alte Sandmühle in Huckingen, der mittelalterliche Steinhof, die Rochuskapelle, die kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul, der Kreifeltshof, das Gut Kesselsberg und dem seit dem Mittelalter bezeugten Biegerhof mit dem angrenzenden schönen Naherholungsgebiet Biegerpark. Auch in der näheren Umgebung von Huckingen finden sich viele weitere Sehenswürdigkeiten mit reicher Geschichte wie z.B. der einstige Rittersitz Groß-Winkelhausen mit der Hubertuskapelle, das Schloss Heltorf der Grafen von Spee und die Burg Angermund (Kellnerei). Teilweise sind die hier vorgestellten Sehenswürdigkeiten nur von außen zu besichtigen.


Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen


Huckingen war bis in das 20. Jahrhundert hinein dörflich und stark landwirtschaftlich geprägt. Jahrhundertelang gehörte Huckingen zum Bergischen Amt Angermund und erst 1929 wurde Huckingen verwaltungstechnisch dem Stadtkreis Duisburg zugeordnet. Bei der Verwaltungsneuordnung von 1929 wurden die Gemeinden Huckingen, Mündelheim, sowie Teile von Angermund (Großenbaum, Rahm) und die nördlichen Gebiete von Bockum - die Holtumer Höfe - und Lintorf aus dem Landkreis Düsseldorf dem neuformierten Stadtkreis Duisburg-Hamborn (ab 1935 dann nur noch Duisburg genannt) zugeordnet.

Geschichte

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen St. Rochus-Kapelle (1746)


Huckingen entstand in fränkischer, frühmittelalterlicher Zeit und war seitdem durchgehend besiedelt. Die erste heute eindeutig nachweisbare urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1243. Die Urkunde des Zisterzienserinnenklosters Saarn bestätigt, dass das Kloster den Hof des Wilhelm von Isenburg in Huckingen erhält. In einer Urkunde des Stifts Kaiserswerth (bei Düsseldorf) werden laut Quelle die Orte Mundelichheym (Mündelheim), Kalichheym (Kalkum) und Huchilheym (Huckingen) genannt. Wahrscheinlich um 1189 verpfändete Arnold von Teveren seinen gesamten rechtsrheinischen Besitz zu Holthausen, Düsseldorf, Buscherhof, Eickenberg bei Millrath, Monheim, Himmelgeist, am Rheinufer nahe Holthausen und an der Anger für 100 Mark an den Grafen Engelbert von Berg, der dieses Pfand jedoch niemals einlöste.


Herzogtum Berg

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Wohnhaus im Stadtteil Huckingen


Ebenso wie die Duisburger Stadtteile Mündelheim, Serm und Rheinheim gehörte die Honnschaft Huckingen also seit dem 12. Jahrhundert zum Amt Angermund der Grafschaft Berg, ab 1380 Herzogtum Berg, und damit politisch, kulturell und auch sprachlich zum Düsseldorfer Raum. Huckingen bildete die nördliche Grenze zum benachbarten Herzogtum Kleve, zu dem die Enklave Wanheim-Angerhausen und ab 1290 auch die Stadt Duisburg gehörten. Von dieser Grenze zeugt noch heute die ehemalige Burg und Festung Haus Angerort an der Mündung des Angerbachs in den Rhein. Nach der Schlacht von Worringen 1288, in der sich Graf Engelbert V. von Berg gegen seinen Erzrivalen, dem Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg durchsetzte, besaß das Erzbistum keinen politischen Einfluss mehr auf bergisches Territorium.

Kriegsschauplatz

Düsseldorf - Angermund
Düsseldorf - Angermund Burg Angermumd (Kellnerei)


In den folgenden Jahrhunderten war die Huckinger Gegend immer wieder Kriegsschauplatz wie z.B. im Truchsessischen Krieg, im Dreißigjährigen Krieg und im ersten Koalitionskrieg (1792 - 1797). 1806 wurde Huckingen ein Teil des napoleonischen Großherzogtum Kleve und Berg, welches Napoleon 1808 in vier Départements einteilte. Huckingen gehörte zur Mairie (Bürgermeisterei) Angermund im Arrondissement Düsseldorf als Teil des Département Rhein. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 und den Entscheidungen durch den Wiener Kongress 1815 kam Huckingen als Teil der 1822 neugebildeten Rheinprovinz an das Königreich Preußen. Bis 1929 gehörte Huckingen zur Bürgermeisterei Angermund im Landkreis Düsseldorf.


Pfarrkirche St. Peter und Paul

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Pfarrkirche St. Peter und Paul


Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul im Duisburger Stadtteil Huckingen wurde im Stil der Neugotik erbaut. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Die Kirche befindet sich an der Ecke Raiffeisenstraße und Albertus-Magnus-Straße und beherbergt die katholische Gemeinde Huckingens. Geweiht wurde die Kirche den Aposteln Peter und Paul. Im Mittelalter war Huckingen eine Filiale der Mündelheimer Pfarrei. Selbstständig wurde die Pfarre erst ab 1833. Die seit dem Mittelalter hier bereits bestehende Kapelle wurde 1767 durch einen Neubau ersetzt. 1877 fand die Grundsteinlegung zur heutigen Kirche statt. Erbaut wurde sie unter dem Architekten Josef Schrey aus Duisburg- vollendet wurde der Bau erst 1893.

St. Rochus-Kapelle

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen St. Rochus-Kapelle


Die Rochuskapelle in Huckingen ist eine barocke Wegekapelle an der Ecke Raiffeisenstraße und Angerhauser Straße. Die Kapelle ist dem heiligen Rochus von Montpellier geweiht. Rochus gilt als Schutzpatron gegen die Pest und viele andere ansteckende Krankheiten, derenthalben er verehrt und angerufen wird. Über der vorderen Giebelwand - hoch über der Tür - steht die Jahreszahl 1746. Diese Jahreszahl bezeichnet das Jahr, in dem die Kapelle zusammengefallen ist und eine grundlegende Sanierung anstand. Wie der Vorgängerbau ausgesehen hat, ist heute nicht mehr bekannt.

...der Steinhof

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Steinhof


Das alte Rittergut Steinhof befindet sich in Huckingen direkt an der Bundesstraße 8. Von der Hauptstraße ist der steinerne Wohnturm sehr gut zu erkennen. Das Bauwerk liegt nicht wie die anderen Plätze Huckingens aus dem Mittelalter an der Anger, was dem Rittergut wahrscheinlich eine andere Bedeutung zukommen läßt. Der namensgebende Wohnturm des Steinhofes stammt nach neueren Erkenntnissen aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Der Turm wurde in der Folgezeit mehrfach verändert. Der obere Bereich des Turmes wird als gotisch - vorstaufisch eingestuft und entstand wahrscheinlich nach einem Umbau des Turmes im 13. Jahrhundert.

Freies Rittergut

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Steinhof


Damit beinhaltet der Steinhof die älteste noch stehende Gebäudesubstanz auf Duisburger Boden. Urkundlich fassbar wird er jedoch erst im 15. Jahrhundert. Ursprünglich ein freies Rittergut, wurde der Hof später von seinem damaligen Besitzer, Rütger von Galen, dem Lambertusstift in Düsseldorf verkauft, in dessen Besitz er bis ins 19. Jahrhundert blieb. 1819 wurde der Steinhof vom Grafen von Spee, Besitzer von Schloss Heltorf, erworben. Graf Spee verkaufte den Hof dann 1949 an die Stadt Duisburg. Nach Beschädigung im Krieg wurden die übrigen Gebäude des ehemals rechteckigen Hofes wieder aufgebaut.

Heute nimmt sich das Gebäude im Schatten des Straßenbahn - Hochbahnhofs mit seinen massiven Betonstützen auffällig bescheiden aus. Der Steinhof wurde zu einem Bürgerhaus umfunktioniert. Weiteres bauliches Zeugnis aus Duisburgs Vergangenheit ist die nahegelegene Sandmühle.

Kulturzentrum Bürgerhaus Steinhof

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Kulturzentrum Bürgerhaus Steinhof


Das Kulturzentrum Bürgerhaus Steinhof befindet sich im Süden von Duisburg im Stadtteil Huckingen und liegt direkt an der Bundesstrasse 8. Folgen Sie der Beschilderung zum Malteser Krankenhaus St. Anna Haupteingang und Sie gelangen direkt zum Kulturzentrum Bürgerhaus Steinhof.

Adresse:

Kulturzentrum Bürgerhaus Steinhof


Düsseldorfer Landstr. 347
47259 Duisburg (Huckingen)

E-mail: info@steinhof-duisburg.de

Internet: www.steinhof-duisburg.de/


Kreifeltshof

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Kreifeltshof


Einer der letzten Bauernhöfe auf Huckinger Gebiet ist der nach seinem letzten Besitzer benannte Kreifeltshof. Diese Hofanlage stammt vermutlich aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts und hieß früher Kohnenhof. Danach wechselten mehrfach die Besitzer bis zum letzten Eigentümer, von dem der Hof seinen Namen erhalten hat. Nach seinem Tod wurde der Bauernhof an die Stadt Duisburg verkauft. 1987 sollte an dieser Stelle ein Wohnblock errichtet werden. Dem Huckinger Bürgerverein gelang es, das Anwesen 1996 unter Denkmalschutz stellen zu lassen und so den Abriss des Wohnhauses und der Wirtsschaftsgebäude zu verhindern. In den Jahren 2002/03 wurde hier eine Wohnanlage errichtet, die in die vorhanden umgebauten Gebäude integriert wurde. Gut erkennbar sind die ehemaligen Scheunen und Remisen aus dem 19. Jahrhundert, die den Hof umschließen. Bis 2001 dienten sie einige Jahre der freiwilligen Feuerwehr, die dann zum Steinhof umgezogen ist. Das Anwesen ist nur von außen zu besichtigen.

Gut Kesselsberg

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Altes Rittergut Kesselsberg


Unmittelbar neben dem über die Grenzen Duisburgs bekannten Hotel Landhaus Milser befindet sich der U-Bahnhof Duisburg-Kesselsberg. Ihren Namen hat diese Station von dem in einigen hundert Metern Entfernung liegenden Gut Kesselsberg. Der Gutshof liegt auf einer Anhöhe hinter der Anger (Angerbach), die hier in einem kleinen Bogen vorbeifließt. Das Anwesen befindet sich im Duisburger Stadtteil Huckingen. Das Gut Kesselsberg war früher einmal ein Rittersitz und Gutshof. Aus dem Jahr 1352 existiert eine Urkunde vom Verkauf des Gutes innerhalb der Familie von Bottlenberg und eine weitere Urkunde dokumentiert eine Zahlung von 250 Gulden an den Grafen von Berg, dem Landesherrn dieses Territoriums.


Tierpension und Reitstall

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Altes Rittergut Kesselsberg


Nach starker Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg erfolgte ab 1646 der Wiederaufbau. Im Jahr 1802 wird das Gut von Freiherr von Romberg an den Geheimrat Graf von Spee verkauft. Das Wohnhaus und die Scheune stammen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts und der Mitteltrakt ist etwa 100 Jahre jünger. 1960 wurde der älteste Teil, der "Junker", abgerissen. Im 20. Jahrhundert wurden dem Gut durch Baumaßnahmen der Autobahn 59 soviel Ackerfläche genommen, dass sich eine Bewirtschaftung nicht mehr lohnte. Heute wird das Anwesen als Tierpension und Reitstall genutzt.


Haus Böckum

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Haus Böckum


Im Duisburger Stadtteil Huckingen, unweit des Malteser Krankenhauses St. Anna, am Böckumer Burgweg, befindet sich die ehemalige Wasserburg Haus Böckum. Es handelt sich hier um einen alten bergischen Adelssitz, dessen heutige bauliche Reste aus einer Art Vorburg und den Gebäuden eines Gutshofes bestehen. Haus Böckum hat eine lange und interessante Geschichte zu erzählen....

Weitere Informationen zum Haus Böckum in Duisburg-Huckingen finden Sie hier....!


Fahrradtour Duisburger Süden

Duisburg - Ehingen
Duisburg - Ehingen Rheinauen bei Ehingen


Hier präsentiere ich Ihnen einen Tourenvorschlag, den ich selbst schon einmal am Tag des offenen Denkmals in einer Gruppe so durchgeführt habe. Auf dieser Tour lernen Sie den Duisburger Süden kennen. Sie beginnt in Alt-Huckingen auf der Raiffeisenstraße an der Kirche St. Peter und Paul, führt an alten Höfen, dem Halmeskreuz und der Rochuskapelle vorbei. Sie verläuft über grüne Wegeverbindungen durch die denkmalgeschützte Siedlung in Hüttenheim mit dem Uhrenturm als Wahrzeichen....

Weitere Informationen zur Fahrradtour durch den Duisburger Süden finden Sie hier....!


Quellenangabe:


Die Informationen zur Geschichte des Stadtteils Huckingen basieren auf dem Artikel Huckingen (Duisburg) (Stand vom 05.07.2010) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Fotos Duisburg Huckingen


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