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Haus Böckum

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Haus Böckum



Überblick

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Haus Böckum



Im Duisburger Stadtteil Huckingen, unweit des Malteser Krankenhauses St. Anna, am Böckumer Burgweg, befindet sich die ehemalige Wasserburg Haus Böckum. Es handelt sich hier um einen alten bergischen Adelssitz, dessen heutige bauliche Reste aus einer Art Vorburg und den Gebäuden eines Gutshofes bestehen. Haus Böckum hat eine lange und interessante Geschichte zu erzählen. Besonders die Wirren im Dreißigjährigen Krieg setzen dem adeligen Gut schwer zu. Heute konzentriert man sich hier auf die Produktion und den Verkauf landwirtschaftlicher Produkte.

Geschichte

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Duisburg - Huckingen Haus Böckum


Aufgrund der noch vorhandenen Wehrgräben ist Haus Böckum auch heute noch als ehemalige Wasserburg erkennbar. Das erste Gebäude an dieser Stelle war wahrscheinlich ein sogenannter Burgturm (Wehrturm), der auf einer von Gräben umsäumten Erhöhung errrichtet wurde. Von dieser Anlage vom Typ einer "Motte" ist nichts mehr erhalten. Das zweite Gebäude an dieser Stelle war dann die Wasserburg, die 1387 erstmals urkundlich erwähnt wird. Von dieser Anlage steht heute nur noch die Vorburg.

Herrensitz

Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Schlossteich


Dieses Gebäude diente damals als der eigentliche Wirtschaftsteil des Adelssitzes. Die Hauptburg, der eigentliche Herrensitz, stand vermutlich nördlich davon, wo heute noch der Wehrgraben mit Wasser und ein kleiner Teich existiert. Die Gräben umschlossen auch die Vorburg und sind, obwohl zugeschüttet, noch zu erkennen. An der Ostseite der Vorburg - von der A 59 betrachtet - befindet sich ein Eingang mit Tor und ehemaliger Zugbrücke aus dem 17. Jahrhundert, daneben steht ein Viereckturm mit geschweifter Schieferhaube. Als 1702 Kaiserswerth während des spanischen Erbfolgekrieges belagert wurde, brannten auch die Wirtschaftsgebäude von Haus Böckum ab.


Duisburg - Huckingen
Duisburg - Huckingen Haus Böckum - Scheune aus dem Jahr 1838


Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Burg stark verändert. Heute präsentiert sie sich als dreiflügelige Hofanlage, die im Bereich der Vorburg angesiedelt ist. Der Name Böckum leitet sich vermutlich von der Bezeichnung „Buchheim" ab. Sie verweist auf ausgedehnte Buchenwälder, die im Mittelalter die Angeraue bedeckten. Zu Beginn des späten Mittelalters wurde der Angerraum Teil der Grafschaft Berg, und Haus Böckum wurde dem Amt Angermund zugeordnet. Das älteste erhaltene Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. Es handelt sich um den zweigeschossigen Ostflügel mit Tordurchfahrt, an deren Außenseite noch
die Spuren einer Zugbrücke erhalten sind.

Angerland - Wanderweg

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Duisburg - Huckingen Haus Böckum


Der Rittersitz gehörte im 16. und 17. Jahrhundert den Herren von Buir (Bawyr). 1801 erwarb ihn Kommerzienrat Brügelmann aus Ratingen und seit 1856 sind die Grafen von Spee Besitzer von Haus Böckum. 1649 heiratete hier Maria Freiin von Scheidt genannt Weschpfennig den Freiherrn Friedrich Christian von Spee. Die 1838 gebaute Scheune östlich des Anwesens belegt die landwirtschaftliche Bedeutung bis heute. Eine Besichtigung sollte man mit einem Spaziergang über den Angerland - Wanderweg verbinden.

Wanderung Rundweg

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Duisburg - Huckingen Haus Böckum


Wo finden Sie Haus Böckum:

Das Anwesen liegt im Duisburger Stadtteil Huckingen und ist von der Bundesstraße 8 gut zu erreichen, allerdings nicht ausgeschildert. Biegen Sie von der B8 zum Malteser Krankenhaus St. Anna ab und parken dort in einer ruhigen Nebenstraße Ihren Wagen. Haus Böckum finden Sie dann in ca. 700 m Entfernung hinter dem Krankenhaus. Von hier aus können Sie einen Rundweg beschreiten, der Sie südwestlich zur Anger mit Blick auf Gut Kesselsberg führt, weiter zur U-Bahnhaltestelle und zum Landhaus Milser. Hier liegt die Sandmühle und ein altes Wehr der Anger ist zu bestaunen. Von hier zurück zum U-Bahnhof - hier verläuft ein Weg direkt zum alten Rittergut Steinhof und über das St. Anna Krankenhaus zurück zum geparkten Wagen.

Adresse:

Haus Böckum
Böckumer Burgweg

47259 Duisburg Huckingen

...der Steinhof

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Duisburg - Huckingen Steinhof


Der namensgebende steinerne Wohnturm des Steinhofes stammt aus dem 11. Jahrhundert. Der obere Teil des Turmes wird als gotisch - vorstaufisch eingestuft und ebenfalls auf die Zeit vor 1150 datiert. Damit beinhaltet der Steinhof die älteste noch stehende Gebäudesubstanz auf Duisburger Boden. Urkundlich fassbar wird er jedoch erst im 15. Jahrhundert. Ursprünglich ein freies Rittergut, wurde der Hof später von seinem damaligen Besitzer, Rütger von Galen....

Weitere Informationen zum Steinhof in Duisburg-Huckingen finden Sie hier....!


Fahrradtour Duisburger Süden

Duisburg - Ehingen
Duisburg - Ehingen Rheinauen bei Ehingen


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Fotos Haus Böckum - Duisburg


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