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Krupp-Gürtel

Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel ThyssenKrupp Hauptquartier als Kern des Krupp-Gürtels, 2014 - Foto: Wikipedia - Autor: Tuxyso - Lizenz: s.u.



Überblick

Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel Tiegelgussdenkmal an der Altendorfer Str.



Nach dem Zweiten Weltkrieg lag das Krupp-Gelände zum größten Teil in Trümmern und wurde nicht mehr bebaut. Was noch brauchbar war, wurde demontiert und als Wiedergutmachung in Länder transportiert, die besonders unter dem Krieg gelitten hatten. Vom Areal des neuen ThyssenKrupp Hauptquartiers schweift heute der Blick über die Silhouette des Stadtteil Altendorf mit ihren markanten Kirchtürmen über den neu entstandenen Berthold-Beitz-Boulevard zum Krupp-Park und weiter zum noch erhaltenen Fördergerüst der ehemaligen Krupp-Zeche Sälzer-Amalie. Mittlerweile ist fast das gesamte Krupp-Areal bebaut bzw. begrünt und fügt sich harmonisch in den Krupp-Gürtel ein.





Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel Pferdebahnbrücke - ehemalige Trasse der Rheinischen Bahn - heute zu einem attraktiven Radweg ausgebaut


Auf mehr als 230 Hektar ist der sogenannte Krupp-Park entstanden mit seinen „Five Hills“ und dem noch weiter westlich gelegenen Niederfeldsee mit Seebühne, der sich zu einem kleinen Freizeitpark entwickeln soll. Weiterhin entstehen im Westen des Parks neue Wohneinheiten am Rand des Sees und eine direkte Verbindung zum Ehrenzeller Platz ist geschaffen worden, zugleich wurde der Platz umgestaltet. Die im Norden des Stadtteils Altendorf verlaufende Trasse der ehemaligen Rheinischen Bahn wurde als Radweg ausgebaut. Auch der Bereich der Pferdebahnbrücke wurde umgestaltet.


Geschichte

Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel Eingang Kruppsche Fabrik an der Altendorfer Straße um 1910, 8. Mechanische Werkstatt - Fotoquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Als Krupp-Gürtel wird ein städtebauliches Projekt bezeichnet, das zurzeit in Essen verwirklicht wird. Die etwa 230 Hektar große Fläche liegt im Westviertel zwischen der Innenstadt und dem westlich davon gelegenen Stadtteil Altendorf. Das Gebiet ist das zwischen 1945 und 2007 größtenteils brachliegende Gelände der ehemaligen Kruppschen Gussstahlfabrik, die im Zweiten Weltkrieg teils zerstört und deren Reste später demontiert und nicht wieder aufgebaut wurden. Das Hauptquartier der ThyssenKrupp AG (Krupp und Thyssen fusionierten 1999) ist am 17. Juni 2010 als erste Neuansiedlung offiziell eröffnet worden.


Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel Krupp-Werke in Essen, Verwaltungsgebäude mit Uhr-Turm, 1864 - Fotoquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Auf dem Gebiet des Krupp-Gürtels befand sich, 1811 durch Friedrich Krupp gegründet, die Krupp-Gussstahlfabrik. Sie bildete die Keimzelle der zu einem Schwerindustrie-Unternehmen aufgestiegenen Friedrich Krupp AG, die heute in ThyssenKrupp als Deutschlands größtem Stahl- und Rüstungsunternehmen aufgegangen ist. Haupteinnahmequelle war die Rüstungsindustrie, so erhielt die Stadt Essen zur Zeit des Nationalsozialismus den Beinamen Waffenschmiede des Deutschen Reiches. Nach schwerer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurden die Reste der Fabrikanlagen demontiert und als Reparationsleistung ins Ausland gebracht. Seitdem lagen große Teile der ehemaligen Werksfläche brach.



Krupp-Park Seebühne

See im Krupp-Park des Krupp-Gürtels in Essen - eingebunden über Wikimedia Commons


ThyssenKrupp Hauptquartier

Essen-Altendorf - ThyssenKrupp Quartier
Essen-Altendorf - ThyssenKrupp Quartier ThyssenKrupp Hauptverwaltung


Erst 2010 siedelte sich das ThyssenKrupp Hauptquartier im Rahmen des Projektes Krupp-Gürtel hier an. Mitte Mai 2016 verkaufte ThyssenKrupp rund 70 Hektar nicht betriebsnotwendiger Fläche im Krupp-Gürtel an einen in Essen ansässigen Investor. In das ThyssenKrupp Hauptquartier ist die Konzernzentrale der ThyssenKrupp AG 2010 von Düsseldorf aus umgesiedelt. Das Quartier bildet den Kern des städtebaulichen Projektes Krupp-Gürtel und steht genau auf dem Grund, auf dem Krupp mit der Gussstahlfabrik in Essen seine Wurzeln hat und sich auch das Stammhaus Krupp befindet. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt des Hauptquartiers wurden mit über 300 Millionen Euro beziffert. [1]

Weitere Informationen zum ThyssenKrupp Hauptquartier in Essen finden Sie hier.....!


Berthold-Beitz-Boulevard

Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel Blick auf einen künstlichen Hügel - im Vordergrund der Berthold-Beitz-Boulevard


Zum Krupp-Gürtel gehört auch der seit April 2007 entstandene Berthold-Beitz-Boulevard. Dies ist die derzeit in Teilen errichtete, insgesamt etwa drei Kilometer lange Hauptstraße, die den Krupp-Gürtel im Essener Westviertel in Nord-Süd-Richtung teilt, und von der Stadt Essen gebaut wird. Der Boulevard kann als Erweiterung des Innenstadtrings gesehen werden und wird vierstreifig, mit gemeinsamem Fuß- und Radweg ausgebaut. Teils sind eigene Gleiskörper für die Straßenbahnlinie 109 der Ruhrbahn vorhanden. Der Straßenzug ist noch zu dessen Lebzeiten nach dem ehemaligen Generalbevollmächtigten von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach und Vorsitzenden des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrates der ThyssenKrupp AG, Berthold Beitz, benannt worden.


Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel Berthold-Beitz-Boulevard


Für die Namensgebung wurden Richtlinien der Stadt Essen und des Landes Nordrhein-Westfalen außer Kraft gesetzt, die eine Benennung öffentlicher Straßen und Plätze nach lebenden Persönlichkeiten ausschließen. Der Namensgeber ist am 30. Juli 2013 verstorben. Im dritten Bauabschnitt sehen Pläne bis 2018 einen Ausbau des kompletten Berthold-Beitz-Boulevards auf etwa drei Kilometern Länge von der Bamlerstraße vor, die Altendorfer- und Frohnhauser Straße kreuzend, nördlich der Haupteisenbahnstrecke weiter zur Hans-Böckler-Straße (Bundesstraße 224) führend, und hier in einer neuen Kreuzung die Hachestraße anschließend. Weiter über den Vorplatz des Hauptbahnhofes, werde dann schließlich auch die Hollestraße bis zur Steeler Straße mit in das Bauprojekt einbezogen. Im vierten Bauabschnitt soll eine oberirdische Führung der Straßenbahntrasse von der Frohnhauser Straße bis zur Hans-Böckler-Straße und weiter über die Hachestraße und den Essener Hauptbahnhof bis hin zur Steeler Straße entstehen. [2]




Krupp-Park

Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel Niederfeldsee mit Bühne


Der Krupp-Park, der im Jahr 2020 endgültig fertiggestellt sein soll, befindet sich in einer Nord-Süd-Ausdehnung parallel westlich des Berthold-Beitz-Boulevards, wobei zunächst der nördliche Teil mit kleinem See im August 2009 eröffnet wurde. Im südlichen Teil befindet sich eine Sportstätte. Beide Parkteile sind zusammen etwa 23 Hektar groß und bilden das viertgrößte innerstädtische Gebiet zur Erholung nach dem Gruga-, dem Borbecker Schloss- und dem Hügelpark. Der gesamte Park wurde als landschaftlicher Ausgleich für den Bau des angrenzenden ThyssenKrupp Hauptquartiers und den Berthold-Beitz-Boulevard angelegt. Er erstreckt sich auf einem Teil der Fläche der ehemaligen Krupp-Gussstahlfabrik.


Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel Impressionen


Der durch die Baumaßnahmen des Krupp-Gürtels wegfallende Baumbestand wird durch den Krupp-Park vollständig ausgeglichen. Aus dem Aushub des Berthold-Beitz-Boulevards ist eine Hügellandschaft entstanden. In Nord-Südrichtung verläuft ein Hochtal zwischen fünf Hügeln. Bis ins Jahr 2020 wird sich der letzte Bauabschnitt hinziehen, in dem ein westlich benachbarter Schrottplatz beseitigt und die Fläche, mit Erdreich aufgefüllt, an den südlichen Krupp-Park angegliedert wird. Die Kosten des gesamten Parks wurden mit 6,1 Millionen Euro veranschlagt. Beteiligt sind die Stadt Essen, die Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadtwerke Essen und die Emschergenossenschaft.


Essen 51

Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel
Essen-Altendorf - Krupp-Gürtel Standort der ehem. Lokomotiv- und Waggonbaufabrik Krupp - Erinnerung an die größte Halle M1: Stützträger


Als Essen 51 wird ein derzeit sich im Bau befindliches Projekt zum Wohnen, Arbeiten und Leben bezeichnet. Die Bezeichnung Essen 51 leitet sich daraus ab, dass die Fläche fast die Größe eines neuen Stadtteils bildet und Essen derzeit bereits aus 50 Stadtteilen besteht. Im Mai 2016 verkaufte ThyssenKrupp rund 100 Hektar Werksgelände, darunter die 52 Hektar, auf dem Essen 51 entstehen wird, an ein Essener Immobilienunternehmen, das rund eine Milliarde Euro hier investiert. Die Fläche liegt im Grenzbereich der Stadtteile Nordviertel und Bochold überwiegend auf dem Gelände der ehemaligen Lokomotiv- und Waggonbaufabrik Krupp.


Essen-Altendorf - Stammhaus Krupp
Essen-Altendorf - Stammhaus Krupp Stammhaus Krupp mit Park


In diesem Bereich werden etwa 1500 Wohnungen, zu 30 Prozent öffentlich gefördert und zu etwa 25 Prozent Eigentum, sowie Kleingewerbe, Restaurants, Schulen und Grünflächen neuerrichtet und neugestaltet. Im Zentrum wird ein Park entstehen, dessen Wasserlauf mit dem Niederfeldsee im benachbarten Altendorf verbunden wird. Am 6. März 2018 fand im nördlichen Krupp-Gürtel der erste Spatenstich im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Kufen statt. Bis Ende 2018 wird ein Architektenwettbewerb ausgelobt. [1]


Zeche Sälzer-Amalie

Essen-Altendorf - Zeche Sälzer-Amalie
Essen-Altendorf - Zeche Sälzer-Amalie ...ehemalige Anlagen und das Fördergerüst der Zeche Sälzer-Amalie


An der Helenenstraße im Stadtteil Essen-Altendorf liegen die Überreste einer der größten Zechen der Stadt Essen. Die heute noch vorhandenen Tagesanlagen der Zeche Sälzer-Amalie stammen aus den 1930er Jahren. Nach Stilllegung der Schachtanlage im Jahr 1968 wurden die Aufbereitungsanlagen abgerissen, während die übrigen Bauten weitgehend erhalten blieben. Auch zwei Fördergerüste stehen noch, eines davon ein zweigeschossiges Deutsches Strebengerüst....

Weitere Informationen zur ehemaligen Zeche Sälzer-Amalie in Essen-Altendorf finden Sie hier....!


Hauptquartier ThyssenKrupp

Essen-Westviertel
Essen-Westviertel Hauptquartier ThyssenKrupp


Das neue Hauptquartier in Essen von ThyssenKrupp liegt im Zentrum des Krupp-Gürtels. Schon kurz nach der Fertigstellung hat der ThyssenKrupp Konzern einen Großteil der Verwaltungsgebäude bezogen. Die Bürofläche mit mehr als 100.000 Quadratmetern ist schon beeindruckend. Der Verwaltungsstandort in Düsseldorf wurde aufgegeben und nach Essen verlegt. Gleichzeitig haben etwa 2.500 Mitarbeiter und der Vorstand ihre Arbeitsplätze gewechselt. Der Vorstand wird im sogenannten Acre (Bild nebenstehend), einem Tor ähnlichen, 60 Meter hohen Gebäude mit 14 Etagen residieren....

Weitere Informationen zum Hauptquartier des ThyssenKrupp Konzerns im Essener Westviertel finden Sie hier....!


Quellennachweis:


1.: Die Informationen zum Krupp-Gürtel in Essen-Altendorf basieren auf dem Artikel Krupp-Gürtel (Stand vom 07.03.2018) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

2.: Informationen zum Berthold-Beitz-Boulevard stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 11.06.2018!

Das Titelfoto "ThyssenKrupp Hauptquartier als Kern des Krupp-Gürtels, 2014 - Autor: Tuxyso" stammt aus der Wikimedia Commons und wird unter den Bedingungen der Creative CommonsNamensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported“ Lizenz veröffentlicht.


Fotos vom Krupp-Gürtel


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