Stadtteil Holten

Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten ...moderne Skulpturen am Kreisverkehr...



Überblick

Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten Marktplatz in Holten



Die ehemalige Stadt Holten ist heute ein Stadtteil von Oberhausen, der im Nordwesten des Stadtbezirks Sterkrade liegt. Ende 2012 besaß der Stadtteil 5.520 Einwohner, die auf einer Fläche von 3,43 Quadratkilometer lebten. Der Stadtteil grenzt im Norden an Dinslaken-Hiesfeld und Barmingholten, im Osten an Schmachtendorf und die Weierheide, im Süden an Duisburg-Röttgersbach und Biefang und im Westen an Duisburg-Wehofen.

Die erste Erwähnung Holtens als Burgort ist ab 1188 durch den Verkauf eines Teils der Burg an den Erzbischof von Köln dokumentiert. Um 1250 wird wieder ein Teil der Burg an den Erzbischof von Köln verkauft. [1]




Geschichte

Oberhausen - Holten - Kastell
Oberhausen - Holten - Kastell Kastell Holten


1255 schenkt Mechtild von Holte dem Kloster te Defth (Zisterzienserkloster - Grafenmühle) die Sterkrader Kirche mit dem Patronatsrecht und allen Einkünften. 1281 stiftet sie dem Kloster Sterkrade (Zisterzienserkloster) die Siedlung Biefang (Bivanc). Im gleichen Jahr stirbt ihr Sohn Johannes von Arberg.

Sie überträgt dem Johanniterorden die Kirche zu Walsum mit dem Patronatsrecht und allen Einkünften. 1299 heiratet ihre Enkelin Mechtild von Holte und Arberg den Grafen Engelbert von der Mark, der um 1307 die Burg neu erbaut.....

Weitere Informationen zur Geschichte des Kastells im Oberhausener Stadtteil Holten finden Sie hier....!


Bahnhof Holten

Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten Elektrotriebwagen 425 076 von DB Regio als RB35 nach Wesel am Haltepunkt Oberhausen-Holten, Nordrhein-Westfalen - Foto: Wikimedia Commons - Autor: Bahnfisch - Lizenz: s.u.


Hauptlebensgrundlage der Bewohner war bis ins 19. Jahrhundert die Landwirtschaft, wobei die umgebende Bruchlandschaft der Viehzucht zuträglicher war als dem Ackerbau. In der Neuzeit spielte vorübergehend die Weberei eine Rolle mit einem Höhepunkt im 18. Jahrhundert. Die anschließend aufkommende Montanindustrie beließ Holten lange Zeit eher in einer Randlage. Auch die in den 1850er Jahren angelegte Bahnstrecke Oberhausen–Arnhem führte unter Umgehung des Bruchs an Holten vorbei, und der 1886 eingeweihte Bahnhof Holten liegt etwa zwei Kilometer östlich vom Ortskern bereits in Schmachtendorf.

1909 entstand im Holtener Bruch, das inzwischen durch die Kanalisierung der Emscher weitgehend trockengelegt worden war, einer der ersten deutschen Flugplätze, der Flugplatz Holten. Es blieb bis 1927 jedoch bei vereinsmäßiger Fliegerei, Flugschauen und Übungsflügen; Verlauf und Ausgang des Ersten Weltkriegs verhinderten die Realisierung eines Flughafenprojekts. [1]


Verbindung zur Autobahn A3

Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten Autobahn A3 - Hinweis auf Ausfahrt Holten - Foto: Wikimedia Commons - Autor: Sebastian und Kari - Lizenz: s.u.


Stattdessen wurde auf diesem Gelände 1928 die Ruhrchemie angesiedelt, die heute unter dem Namen Oxea firmiert. In den 1930er Jahren wurde in der Chemie vor dem Hintergrund der Autarkiebestrebungen des Dritten Reichs an der großtechnischen Umsetzung der Fischer-Tropsch-Synthese gearbeitet. Nach 1945 kam es zum Verbot der Produktion synthetischer Treibstoffe durch die Alliierten und zur Demontage der entsprechenden Anlagen. Der 1895 erstmals und erneut 1904 abgeteufte Schacht Hugo hat bereits 1931 die Förderung wieder eingestellt und ist aus dem Stadtbild verschwunden.

Holten hat durch eine eigene Anschlussstelle Verbindung zur Autobahn A3; sie befindet sich allerdings in Biefang. In jüngerer Zeit kam es im ehemaligen Brachgelände Waldteich in der Nähe der Ruhrchemie zur Ansiedlung mehrerer Logistikbetriebe, unter anderem hat die Firma Lekkerland hier ein Logistikzentrum eingerichtet. [1]



Krummestr 29

... denkmalgeschütztes Haus in Oberhausen-Holten - eingebunden über Wikimedia Commons




Holten heute

Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten Marktplatz in Holten


Bei einem Rundgang durch das traditionsbewußte Holten sieht man viele liebevoll gepflegte Häuser und Vorgärten. Manches Haus hat eine lange und bewegte Geschichte zu erzählen. Der Park vor dem Kastell rundet den Gesamteindruck des historischen Bauwerks ab. Im Jahr 1960 feierte der Stadtteil sein 650jähriges Bestehen- 2010 steht die 700 Jahr-Feier an. 1971 erfolgte der Wiederaufbau des Kastell Holten durch die Bürgerschützengilde.

1986 wird eine alte Tradition neubelebt: Nachtwächter ziehen wieder durch Holten. [1]


Zeche Hugo Haniel

  • Kastell Holten

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  • Zeche Hugo Haniel

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Kirchen in Holten

  • Kirchen in Holten

    Im Oberhausener Stadtteil Holten gibt es zwei Kirchen, die beide über eine reiche Geschichte verfügen- die evangelische Kirche an der Kastellstraße und die katholische Kirche St. Johann (Johannes...

Rückblick zur Geschichte von Oberhausen

Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten Impressionen


Der Bereich des heutigen Stadtgebiets Oberhausen gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts zu unterschiedlichen Herrschaften. Während Lippern, Lipperheide und Lirich zum Reichsstift Essen Borbeck gehörten, Styrum zur Reichsfreien Grafschaft Limburg-Styrum, Alstaden und Dümpten zur Herrschaft Broich beide zur Grafschaft Limburg, später zum Herzogtum Berg gehörig, lagen die Bürgermeisterei Holten mit Buschhausen und Sterkrade im Kreis Wesel im preußischen Herzogtum Kleve und Osterfeld im kurkölnischen Vest Recklinghausen.

Nach vorübergehender teilweiser Zugehörigkeit ab 1806 zum Großherzogtum Berg kommt das gesamte heutige Stadtgebiet 1815 zu Preußen. [1]


Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten Spaziergang durch das Dorf


Im Zuge der Verwaltungsgliederung des Preußischen Staates werden die Ortschaften den am 23. April 1816 neu gebildeten Landkreisen Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster Provinz Westfalen, Dinslaken im Regierungsbezirk Kleve bzw. Essen im Regierungsbezirk Düsseldorf zugeteilt. Die beiden letztgenannten Landkreise werden bereits am 27. September 1823 zum neuen Landkreis Duisburg im 1821 mit dem Klever Bezirk vereinigten Regierungsbezirk Düsseldorf Rheinprovinz zusammengeschlossen.

Die Besiedlung nahm, bedingt durch den Abbau von Kohle, anfänglich auch Eisenerz, stark zu. Wie andere Orte im Ruhrgebiet wuchs auch Oberhausen vom ländlichen Raum zum Industriestandort mit Zechen, Stahlwerken und chemischer Industrie heran. [1]


Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten Kriegerdenkmal in Holten


Die Anfänge der Eisenverhüttung gehen sogar noch weiter zurück. Die Antoniehütte - auch St. Antony-Hütte genannt - liegt im heutigen Stadtgebiet Oberhausen. Sie wird als die Wiege der Ruhrindustrie bezeichnet. Die Gründung der Hütte erfolgte 1758. Die Bürgermeisterei Oberhausen wird am 1. Februar 1862 aus den Orten Lippern und Lirich, die bisher zum Reichsstift Essen gehörten, sowie Teilen von Alstaden, Dümpten und Styrum der Bürgermeisterei Mülheim-Land, gebildet. Dazu kommen noch kleinere Teile von Meiderich und Buschhausen.

Den Namen Oberhausen erhält die junge Gemeinde vom 1847 neuangelegten gleichnamigen Bahnhof an der Cöln-Mindener Eisenbahn, der wiederum seinen Namen von dem an der Emscher gelegenen Schloss des Grafen Westerholt erhalten hatte. [1]




Windmühle in Holten

Oberhausen - Holtener Mühle
Oberhausen - Holtener Mühle Brahm'sche Mühle in Holten


Auch in Oberhausen-Holten findet sich eine Windmühle - die sogenannte Brahm'sche Mühle in der Siegesstraße (Nähe Golfplatz). Erbauer war der Mühlenmeister Heinrich Brahm aus Meiderich. Er begann 1833 mit dem Bau der Mühle, weil die bei Holten liegenden Wassermühlen wegen Mangels an Wasser höchstens noch während der Hälfte des Jahres von Oktober bis April betrieben werden konnten. 1838 wurde der Mühlenbetrieb aufgenommen.

1915 hielt der technische Fortschritt Einzug: Die Flügel wurden entfernt und die Mühle arbeitete fortan mit Dampfkraft. In späteren Jahren wurde der Betrieb auf Motorkraft umgestellt. Brahm hat auch zwei weitere Mühlen in Hiesfeld (Dinslaken) und Hünxe gebaut.


Kirchen in Holten

Oberhausen - Holten - Kirchen
Oberhausen - Holten - Kirchen ....katholische Kirche St. Johann in Holten....


Im Oberhausener Stadtteil Holten gibt es zwei Kirchen, die beide über eine reiche Geschichte verfügen- die evangelische Kirche an der Kastellstraße und die katholische Kirche St. Johann (Johannes der Täufer) an der Mechtildisstraße 3. Der Baukörper der katholischen Kirche St. Johann stammt aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt aus dem Jahr 1875. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Kirche auf dem Platz einer Vorgängerkirche neu errichtet. Die evangelische Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe schwer beschädigt und....

Weitere Informationen zu den Kirchen im Oberhausener Stadtteil Holten finden Sie hier....!


Interessantes in Oberhausen

Quellenhinweis:


1.
Die Informationen zur Geschichte des Oberhausener Stadtteils Holten basieren auf dem Artikel Stadtteil Holten (Stand vom 21.09.2024) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Die Fotos aus der Wikimedia Commons "Oberhausen-Holten: Autobahn A3 - Hinweis auf Ausfahrt Holten - Autor: Sebastian und Kari" - "Elektrotriebwagen 425 076 von DB Regio als RB35 nach Wesel am Haltepunkt Oberhausen-Holten, Nordrhein-Westfalen - Autor: Bahnfisch" sind lizensiert unter der "Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Deed (CC BY-SA 3.0) Lizenz.


Fotos aus Oberhausen-Holten