Kirchen in Holten

Oberhausen - Holten - Kirchen
Oberhausen - Holten - Kirchen Evangelische Kirche in Holten



Überblick

Oberhausen - Holten - Kirchen
Oberhausen - Holten - Kirchen Eingangsbereich der katholischen Kirche St. Johann in Holten....



Im Oberhausener Stadtteil Holten gibt es zwei Kirchen, die beide über eine reiche Geschichte verfügen- die evangelische Kirche an der Kastellstraße und die katholische Kirche St. Johann (Johannes der Täufer) an der Mechtildisstraße 3. Der Baukörper der katholischen Kirche St. Johann stammt aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt aus dem Jahr 1875. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Kirche auf dem Platz einer Vorgängerkirche neu errichtet. Die evangelische Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe schwer beschädigt und 1956/57 unter Einbeziehung noch intakten Mauerwerks und der alten Fundamente wieder aufgebaut.




Kirchen in Holten

Oberhausen - Holten - Kirchen
Oberhausen - Holten - Kirchen Evangelische Kirche in Holten


Holten ist der älteste Stadtteil Oberhausens. In früher Zeit eine kleine Bauernsiedlung in einer Moorlandschaft mit einer Burg erhielt es im Jahr 1310 von Graf EngeIbert II. von der Mark die Stadtrechte. Eine Kirche gab es in Holten zu dieser Zeit allerdings noch nicht. Die für Holten zuständige Kirche stand in Walsum.

Nach einem längeren Streit mit den Führung des Johanniterordens - der Komtur in Walsum - ist schließlich vereinbart worden, den großen Kirchenbezirk Walsum zu teilen und in Holten eine eigene Kirchengemeinde zu erlauben.


Duisburg - Walsum
Duisburg - Walsum St. Dionysius Kirche in Alt-Walsum


Der über diese Abmachung niedergelegte Schriftsatz vom 13. Juli 1319 - also 9 Jahre nach der Verleihung der Stadtrechte - ist die Gründungsurkunde der Kirchengemeinde Holten, damals noch katholisch. Mit dem Bau der Kirche ist bald danach begonnen worden. In Backsteinbauweise entstand eine dreischiffige frühgotische Kirche von 30 Meter Länge und 15,5 Meter Breite.

Wie zuvor erwähnt, wurde am 13. Juli 1319 mit der Abpfarrung von St. Dionysius in Walsum die Kirchengemeinde Holten gegründet. Die neu errichtete Holtener Kirche wurde in der Soester Fehde (1444 bis 1449) um 1445 zerstört. Nach der Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts blieben nur wenige Holtener katholisch. Eine katholische Kirche gab es allerdings immer noch nicht. Erst im Jahre 1782 genehmigte der Preußische König Friedrich II. (Friedrich II., der Große (* 24. Januar 1712 in Berlin; † 17. August 1786 in Potsdam) den Bau einer katholischen Kirche in Holten und die Berufung eines eigenen Seelsorgers.


Oberhausen - Holten - Kirchen
Oberhausen - Holten - Kirchen ....katholische Kirche St. Johann in Holten....


Bereits zwei Jahre später wurde die Kirche in Holten eingeweiht. 100 Jahre später wurde dann die heutige Kirche erbaut und erhielt mit der Kirchenweihe am 01. November 1875 den Namen St. Johann (Hl. Johannes der Täufer). Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche 1944 stark zerstört, sodass erst im Mai 1947 wieder ein Gottesdienst in der Kirche gefeiert werden konnte.

Am 15. April 2007 wurde die katholische Pfarrei St. Johann in Holten durch den Essener Ruhrbischof Felix Genn (2003 - 2009) aufgehoben und der Propstei St. Clemens, Oberhausen-Sterkrade zugeordnet.


Kirchengeschichte

Oberhausen - Holten - Kirchen
Oberhausen - Holten - Kirchen ....katholische Kirche St. Johann in Holten....


Die Kirchengemeinde Holten entstand im Jahr 1319 durch die Loslösung von Walsum und der dortigen, dem Johanniter-Orden unterstellten Pfarrkirche; bald darauf kam es zum Bau einer eigenen katholischen Kirche, die bis zu ihrer Zerstörung im Jahr 1944 genutzt wurde.

In der Reformationszeit neigten die Holtener Bürger der neuen Lehre zu und Mitte des 16. Jahrhunderts wurden in der ehemaligen katholischen Kirche evangelische Gottesdienste gehalten. Der damalige Klever Herzog Wilhelm förderte die neue Glaubensrichtung. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wechselte Holten dann mehrheitlich ins Lager der Reformation, was verschiedene geistliche und weltliche Obrigkeiten durch Sanktionen rückgängig zu machen versuchten; unter anderem wurde die Stadt 1586 und 1598 von spanischen Truppen besetzt. [1]


Jüdischer Friedhof

Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten Jüdischer Friedhof in Oberhausen-Holten - Foto: Wikimedia Commons - Autor: Dat doris - Lizenz. s.u.


Nachdem Holten 1609 in brandenburgischen Besitz gekommen war, gab es keine Hindernisse mehr für den offiziellen Anschluss an das reformierte Lager. Während der nachfolgenden Jahrzehnte gab es nur vereinzelte katholische Familien in Holten; erst 1782 kam es zur Neugründung der katholischen Gemeinde und ein Jahr darauf zur Errichtung einer eigenen Kirche der Katholiken, die 1875 durch die heutige ersetzt wurde.

An die kleine jüdische Gemeinde Holtens erinnert der 1714 angelegte und 1933 geschlossene Friedhof an der Vennstraße. Die 1858 fertiggestellte Synagoge wurde angesichts der schrumpfenden Gemeinde von 1927 bis 1936 nur noch als Bethaus genutzt und anschließend zu einer Wohnung umgebaut. [1]


Oberhausen - Holten - Kirchen
Oberhausen - Holten - Kirchen Evangelische Kirche in Holten


Die evangelische Gemeinde Holten, die bis an die Grenze der Provinz Westfalen reichte, musste im 19. Jahrhundert mehrere Abpfarrungen hinnehmen, da zahlreiche umliegende Ortschaften rascher anwuchsen und nach kirchlicher Eigenständigkeit strebten. 1847 trennte sich die Evangelische Kirchengemeinde Sterkrade von Holten, 1868 die Gemeinde Königshardt, 1892 die Gemeinde in Hamborn, 1905 die Gemeinde in Buschhausen und schließlich 1913 Aldenrade. Die im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe schwer beschädigte evangelische Kirche wurde 1956/57 unter Einbeziehung noch intakten Mauerwerks und der alten Fundamente wieder aufgebaut. [1]



Die verbliebene Kerngemeinde Holten, deren Bezirk Eickelkamp sich als letztes Relikt ihrer einstigen Ausdehnung noch auf Duisburger Stadtgebiet befindet, hat sich zum 1. Januar 2010 mit der aus ihr hervorgegangenen Sterkrader Gemeinde zur Evangelischen Kirchengemeinde Holten-Sterkrade zusammengeschlossen. [1]


Kastell Holten

Oberhausen - Holten - Kastell
Oberhausen - Holten - Kastell Kastell Holten


1255 schenkt Mechtild von Holte dem Kloster te Defth (Zisterzienserkloster - Grafenmühle) die Sterkrader Kirche mit dem Patronatsrecht und allen Einkünften. 1281 stiftet sie dem Kloster Sterkrade (Zisterzienserkloster) die Siedlung Biefang (Bivanc). Im gleichen Jahr stirbt ihr Sohn Johannes von Arberg.

Sie überträgt dem Johanniterorden die Kirche zu Walsum mit dem Patronatsrecht und allen Einkünften. 1299 heiratet ihre Enkelin Mechtild von Holte und Arberg den Grafen Engelbert von der Mark, der um 1307 die Burg neu erbaut.....

Weitere Informationen zur Geschichte des Kastells im Oberhausener Stadtteil Holten finden Sie hier....!


Stadtteil Holten

Oberhausen - Holten
Oberhausen - Holten Marktplatz in Holten


Die ehemalige Stadt Holten ist heute ein Stadtteil von Oberhausen, der im Nordwesten des Stadtbezirks Sterkrade liegt. Ende 2012 besaß der Stadtteil 5.520 Einwohner, die auf einer Fläche von 3,43 Quadratkilometer lebten. Der Stadtteil grenzt im Norden an Dinslaken-Hiesfeld und Barmingholten, im Osten an Schmachtendorf und die Weierheide, im Süden an Duisburg-Röttgersbach und Biefang und im Westen an Duisburg-Wehofen....

Weitere Informationen zum Oberhausener Stadtteil Holten fnden Sie hier....!


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Quellenhinweis:


1.
Die Informationen zur Geschichte des Oberhausener Stadtteils Holten basieren auf dem Artikel Stadtteil Holten (Stand vom 21.09.2024) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [27 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Das Foto aus der Wikimedia Commons "Jüdischer Friedhof in Oberhausen-Holten - Autor: Dat doris" ist lizensiert unter der "Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Deed (CC BY-SA 3.0) Lizenz.